Toskana
Chianti Classico zwischen Florenz und Siena. Brunello in Montalcino. Vino Nobile in Montepulciano. An der Küste setzt Bolgheri mit Cabernet und Merlot einen bewusst anderen Akzent.
Hier mehr erfahren · aufklappenToskana lesen: Sangiovese, Brunello, Bolgheri+
Nicht ein berühmter Wein. Ein Mosaik berühmter Herkünfte.
Warum ist Sangiovese der rote Faden?
Sauerkirsche, Kräuter, spürbare Säure und griffiges Tannin gehören zum Grundvokabular des Sangiovese. Höhe, Exposition und Boden verändern seine Gestalt deutlich: vom geradlinigen, früher zugänglichen Rosso bis zum langlebigen Einzellagen- und Riservawein.
Was unterscheidet Chianti Classico von Chianti?
Chianti Classico ist eine eigenständige DOCG aus dem historischen Kerngebiet zwischen Florenz und Siena. Das schwarze Hahnsymbol kennzeichnet die Herkunft. Mindestens 80 Prozent der Cuvée müssen aus Sangiovese bestehen; seit 2006 sind ausschließlich rote Rebsorten erlaubt.
Warum braucht Brunello Zeit?
Brunello di Montalcino besteht vollständig aus Sangiovese, der vor Ort Brunello heißt. Die DOCG verlangt mindestens zwei Jahre Holzreife und vier Monate Flaschenreife; verkauft werden darf der Wein erst ab Beginn des fünften Jahres nach der Lese.
Was liegt jenseits von Sangiovese?
In Bolgheri bilden Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot das Zentrum vieler Rotweine. San Gimignano hält mit Vernaccia eine historische weiße DOCG dagegen: mindestens 85 Prozent Vernaccia di San Gimignano, auch als reifefähige Riserva.