Leithaberg
Kalk und Schiefer unter den Reben, der Neusiedler See vor Augen: Weißburgunder und Chardonnay zeigen die helle Seite, Blaufränkisch die dunkle. Gemeinsam erzählen sie eine Herkunft mit salziger Ader.
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Kalk flüstert. Blaufränkisch antwortet.
Warum ist Leithakalk so prägend?
Der helle, fossilienreiche Kalkstein entstand vor Millionen Jahren in einem warmen Meer. Er steht neben sauren Schiefern und Gneisen – zwei geologische Gegenpole, die auf engem Raum für unterschiedliche Bodensignaturen sorgen.
Welche Weine dürfen Leithaberg DAC heißen?
Weißer Leithaberg DAC entsteht aus Weißburgunder, Chardonnay, Neuburger, Grüner Veltliner oder einer Cuvée daraus. Rot ist ausschließlich Blaufränkisch vorgesehen. Beide Varianten sind trocken, kraftvoll und dürfen nur einen dezenten Holzton zeigen.
Was bewirken See und Gebirge?
Der Neusiedler See bringt warme Luft und unterstützt die Reife. Vom Leithagebirge fließt nachts kühlere Luft in die Weingärten. Dieses Wechselspiel bewahrt aromatische Klarheit, während die Trauben vollständig ausreifen können.
Und welche Rolle spielt Rust?
Die Freistadt steht sowohl für trockene Leithaberg-Weine als auch für eine große Süßweintradition. Ruster Ausbruch ist seit 2020 als eigene DAC geschützt; trockene Ruster Weine können unter den Leithaberg-Regeln vermarktet werden.