Piemont
Nebbiolo zeigt in Barolo und Barbaresco zwei große Gesichter. Barbera, Dolcetto, Arneis, Cortese und Moscato erzählen den Rest – eigenständig, regional und weit entfernt von einer Nebenrolle.
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Piemont beginnt nicht bei Barolo. Dort wird es nur besonders deutlich.
Was verbindet Barolo und Barbaresco?
Beide DOCG-Weine entstehen ausschließlich aus Nebbiolo, aber in unterschiedlichen Gebieten der Langhe. Die spät reifende Sorte bringt markante Säure, festes Tannin und eine helle Farbe mit – ideale Voraussetzungen für differenzierte, lange reifende Rotweine.
Warum darf Barbera nicht übersehen werden?
Barbera besitzt von Natur aus eine lebendige Säure und deutlich weniger Tannin als Nebbiolo. Das Spektrum reicht vom saftigen Alltagswein bis zur konzentrierten, im Holz ausgebauten Selektion. Herkunftsnamen wie Barbera d’Asti und Barbera d’Alba geben Orientierung.
Welche Weißweine gehören zum Piemont?
Gavi wird aus Cortese gekeltert, Roero Arneis trägt seine Sorte bereits im Namen. Im Tortoneser Hügelland hat Timorasso als strukturierter, reifefähiger Weißwein wieder an Bedeutung gewonnen. Erbaluce ergänzt das Bild im Norden der Region.
Wie breit ist die Herkunftspalette?
Mehr als 80 Prozent des erzeugten Weins tragen eine geschützte Herkunft. Die Region zählt 19 DOCG- und 41 DOC-Weine. Neben trockenen Rot- und Weißweinen gehören auch Moscato d’Asti, Asti und der flaschenvergorene Alta Langa zur Identität des Piemont.