Venetien
Garganega auf vulkanischem Gestein. Corvina zwischen Gardasee und Lessini. Glera auf den Hügeln rund um Treviso. Venetien beherrscht leise Weißweine, große Rote und feine Perlage gleichermaßen.
Hier mehr erfahren · aufklappenVenetien lesen: Soave, Valpolicella, Prosecco+
Eine Region, die fast jede Weinsprache spricht – mit deutlichem Akzent.
Warum ist Soave mehr als ein unkomplizierter Weißwein?
Soave enthält mindestens 70 Prozent Garganega. In der historischen Classico-Zone wachsen die Reben auf Hügeln mit vulkanischem Tuff und Kalkaufschlüssen. Gute Exemplare zeigen feine Frucht, eine salzige Anmutung und genügend Substanz für einige Jahre Flaschenreife.
Was unterscheidet Valpolicella, Ripasso und Amarone?
Corvina, Corvinone und Rondinella prägen alle drei Stile. Valpolicella bleibt meist saftig und direkt. Beim Ripasso gärt der Wein erneut auf Amarone-Trester. Für Amarone trocknen ausgewählte Trauben mehrere Monate; Wasser verdunstet, Zucker und Inhaltsstoffe konzentrieren sich.
Was steht tatsächlich hinter Prosecco?
Prosecco ist eine geschützte Herkunft und kein Synonym für eine Rebsorte. Die Hauptsorte heißt Glera. Das DOC-Gebiet erstreckt sich über Teile Venetiens und Friaul-Julisch Venetiens; Conegliano Valdobbiadene und Asolo tragen eigenständige DOCG-Bezeichnungen.
Wo liegen die stilleren Entdeckungen?
Bardolino zeigt die Veroneser Rotweinsorten leichtfüßiger, oft auch als Chiaretto-Rosé. Durella liefert in Lessini Durello markante Schaumweine. Am Gardasee ergänzt Lugana aus Turbiana das weiße Spektrum – die Herkunft reicht dabei auch nach Lombardei.