Abruzzen
Montepulciano dunkel und saftig. Cerasuolo kirschfarben und ernst zu nehmen. Trebbiano, Pecorino und Passerina mit herb-zitrischer Frische. Zwischen Gran Sasso, Majella und Küste entstehen Weine mit mediterraner Reife und kühlen Nächten.
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Wo Berge und Meer aufeinandertreffen, bleibt Reife niemals eindimensional.
Ist Montepulciano d’Abruzzo eine Rebsorte oder eine Herkunft?
Beides spielt zusammen: Montepulciano ist die rote Rebsorte, d’Abruzzo bezeichnet ihre geschützte Herkunft. Für die DOC sind mindestens 85 Prozent Montepulciano vorgeschrieben. Die Weine reichen von saftig-fruchtig bis konzentriert, würzig und reifefähig.
Was macht Cerasuolo d’Abruzzo besonders?
Cerasuolo ist ein eigenständiger Rosato aus Montepulciano-Trauben. Die kurze Maischestandzeit oder eine helle Vinifikation geben ihm seine charakteristische kirschrote Farbe. Er besitzt mehr Substanz als viele blasse Rosés und begleitet auch kräftigere Speisen souverän.
Trebbiano oder Pecorino – welcher Weißwein passt?
Trebbiano d’Abruzzo kann fein, kräuterig und erstaunlich langlebig ausfallen. Pecorino zeigt meist mehr aromatischen Druck und lebhafte Säure. Passerina und Cococciola ergänzen das weiße Spektrum mit floralen, zitrischen und salzigen Nuancen.
Wie prägen Gran Sasso, Majella und Adria den Wein?
Die Weinberge liegen überwiegend im Hügelland zwischen Küste und Gebirge. Gute Belüftung und deutliche Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht bewahren Aromen und Säure. Das milde Küstenklima unterstützt zugleich eine sichere Traubenreife.