Sauvignon Blanc
Unreif zeigt er Paprika und frisches Gras, reif schwarze Ribisel und tropische Frucht. Mehr als die Hälfte des österreichischen Sauvignon Blanc wächst in der Steiermark.
Hier mehr erfahren · aufklappenSauvignon Blanc: Herkunft, Aroma & Lagen+
Erzherzog Johann brachte ihn als Muskat-Sylvaner in die Steiermark.
Der Name ist heute verboten.
Woher kommt Sauvignon Blanc?
Aus dem Loiretal. Vermutlich ist er eine natürliche Kreuzung aus Traminer und Chenin Blanc. Urkundlich erwähnt wird er zum ersten Mal 1710 im Südwesten Frankreichs. Den alten steirischen Namen Muskat-Sylvaner trug er zu Unrecht, mit Muskat und Sylvaner ist er nicht verwandt.
Warum schmeckt er mal nach Paprika, mal nach Passionsfrucht?
Zwei Gruppen von Aromastoffen geben den Ton an. Methoxypyrazine riechen nach Paprika und grünem Pfeffer, Mercaptane nach Grapefruit, Passionsfrucht und schwarzer Ribisel. Beide reagieren auf Licht, deshalb steuert der Winzer sie über das Entblättern der Traubenzone.
Wo wächst er in Österreich?
Auf 1.740 ha, mehr als die Hälfte davon, nämlich 965 ha, in der Steiermark (Stand 2024). Zwischen 1999 und 2020 hat die Fläche stark zugenommen. Die Sorte braucht gute Lagen mit eher kargen Böden und wächst sehr kräftig.
Welche Herkünfte stehen zur Auswahl?
Aus der Steiermark kommen Tement, Gross, Neumeister und Wohlmuth, von der Loire Sancerre und Pouilly-Fumé. Dazu Friaul mit Jermann und Livio Felluga, außerdem Südtirol und Marlborough in Neuseeland. Zum Essen passt Sauvignon Blanc etwa zu Spargel oder Fisch.