Rochelt | AT, Tirol, Fritzens
Zwanzig Jahre lang wurde nur für Familie und Freunde gebrannt.
Die Geschichte beginnt in den 1970er Jahren in einer Tiroler Garage. Günter Rochelt, gelernter Koch, wollte aus dem Bauernschnaps etwas machen, das für sich stehen kann. Zwanzig Jahre brannte er ausschließlich für Familie und Freunde und verfeinerte dabei sein Handwerk — erst Ende der 1980er Jahre machte er den Beruf daraus. Die Brennerei liegt in Fritzens, rund zwanzig Kilometer östlich von Innsbruck.
Das Verfahren unterscheidet sich von fast allem, was sonst üblich ist. Nach der zweifachen Destillation in kleinen Kupferbrennblasen reifen die Brände viele Jahre in offenen Glasballons — nicht im Fass. Sie stehen geschützt vor Temperatur- und Lichtschwankungen und geben dabei Schärfe ab, ohne Holzton aufzunehmen. Was bleibt, ist reine Frucht, dafür in einer Tiefe, die ein junger Brand nicht hat.
Gereift wird nicht im Fass, sondern jahrelang im offenen Glasballon.
– zum Verfahren bei Rochelt
Der Maßstab, an dem sich Obstbrand in Österreich messen lassen muss. Rein. Tief. Kompromisslos.
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