Die Trauben dafür wachsen in neun verschiedenen Weingärten, die fast durchwegs auf Braunerde stehen. Wie wichtig es Prieler mit der Johanneshöhe ist, kann man daran ermessen, dass sie frühestens nach zwei Jahren, manchmal aber auch erst nach drei Jahren den Keller verlässt, wo sie die meiste Zeit über in großen Holzfässern reift.
Bei der Interpretation der Johanneshöhe geht es mir darum, der Leichtigkeit Gewicht zu verleihen. Eleganz, Trinkfluss und Frucht stehen im Vordergrund, Gerbstoff, Kraft und Würze geben sich mit Nebenrollen zufrieden. Tiefe, Ausgewogenheit und Intensität haben auch in der Johanneshöhe oberste Priorität, sie betten sich nur in ein luftigeres Fundament.
Der Wein hat die Farbe von einem dunklen Rubingranat. In der Nase schmeckt man zarte Kräuterwürze, unterlegte schwarze Beerenfrucht und ein Hauch von Orangenzesten. Der Wein ist saftig, am Gaumen schmeichelt man frische rotbeerige Nuancen und feine Tannine. ©Prieler
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