Blaufränkisch
Brombeere, Sauerkirsche und mineralische Töne, dazu betontes Tannin und eine Säure, die etwas höher liegt als bei Österreichs Rotweinen üblich. Rund 93 % der österreichischen Fläche stehen im Burgenland.
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1777 nannte Sebastian Helbling die Sorte noch Schwarze Fränkische.
Den Namen Blaufränkisch legte 1875 ein Kongress in Colmar fest.
Woher kommt Blaufränkisch?
Laut HBLA Klosterneuburg ist er eine alte heimische Sorte, die zuerst in der Thermenregion auftaucht. Er ist eine Kreuzung aus Heunisch und der alten Blauen Zimmettraube, auch Sbulzina genannt. Fränkisch war unter Karl dem Großen ein Qualitätsbegriff für wertvolle Reben, der Name Limberger verweist auf Limberg bei Maissau.
Welche DAC-Gebiete setzen auf Blaufränkisch?
Mittelburgenland DAC gibt es ab dem Jahrgang 2005, Eisenberg DAC ab 2009, auch Leithaberg, Carnuntum und Rosalia haben eigene Regeln für die Sorte. Roter Leithaberg DAC muss aus Blaufränkisch stammen, im Holzfass reifen und weniger als 2,5 g/l Restzucker haben, gewachsen auf Gneis und Glimmerschiefer unter Leithakalk.
Wie wird er ausgebaut?
Im Stahltank, im großen Holzfass oder im Barrique, sortenrein oder als Cuvée mit Zweigelt, St. Laurent, Merlot oder Cabernet Sauvignon. Jung wirkt er rassig mit viel Frucht und Säure, bei guter Reife und reduziertem Ertrag farbreich und gerbstoffvoll. Er ist außerdem Elternsorte von Zweigelt und Blauburger.
Wozu passt Blaufränkisch?
Laut Landwirtschaftsministerium zu Nudelgerichten, Aufläufen und Pasteten, zu gebratenem Rind und Lamm, zu Wild, Innereien und Käse.