Pernod | FR, Pontarlier
Aus dem Haus, das den Absinth berühmt machte — und ihn 1920 aufgeben musste.
Die Geschichte beginnt beim Arzt Pierre Ordinaire, der sein Absinthrezept 1797 an Major Dubied verkaufte. Dessen Schwiegersohn Henri-Louis Pernod gründete 1805 mit ihm die Firma Pernod Fils und errichtete eine Brennerei in Pontarlier nahe der Schweizer Grenze. Der verschlafene Ort wurde zum Zentrum der Absinthherstellung: In der Belle Époque brannten dort 28 Destillerien täglich bis zu 30.000 Liter.
Dann kam das Absinthverbot. 1920 stellte Pernod die Rezeptur grundlegend um — ohne Wermutkraut — und brachte einen Anis-Aperitif auf den Markt. Genau das ist Pernod bis heute: kein Pastis im engeren Sinn, sondern ein Liqueur anisé, der sich mit Wasser milchig trübt.
28 Destillerien, 30.000 Liter am Tag — Pontarlier lebte vom Absinth.
– zur Belle Époque
Ein Aperitif, dessen heutige Rezeptur einem Verbot zu verdanken ist. Anisbetont. Frisch. Historisch.
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