Weinviertel
Ein Pfefferl ist der Anfang, nicht die ganze Geschichte. Grüner Veltliner reicht hier vom geradlinigen DAC bis zur ausgebauten Reserve; Kellergassen erzählen vom Handwerk dahinter.
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Pfefferl ist kein Dekor. Es ist Herkunft mit Wiedererkennungswert.
Was bedeutet das Weinviertler Pfefferl?
Gemeint ist kein zugesetztes Gewürz, sondern die typische würzig-pfeffrige Aromatik des Grünen Veltliners. Zusammen mit klarer Frucht macht sie Weinviertel DAC unverwechselbar – mal fein angedeutet, mal deutlich im Vordergrund.
Wann darf Wein Weinviertel DAC heißen?
Nur Grüner Veltliner, dessen Trauben vollständig aus dem Weinviertel stammen, kommt dafür infrage. Der Wein ist trocken, liegt bei 12 bis 13 Prozent Alkohol und darf weder Holz- noch Botrytisnoten zeigen. Eine unabhängige Verkostungskommission bestätigt den regionaltypischen Charakter.
Was unterscheidet DAC von Reserve?
Weinviertel DAC Reserve steht für dichtere Struktur, kräftigere Stilistik und langen Nachhall. Mindestens 13 Prozent Alkohol sind vorgeschrieben; eine zurückhaltende Holz- oder Botrytisnote ist erlaubt. Die Kategorie gibt es seit dem Jahrgang 2009, die Große Reserve seit 2020.
Und was liegt jenseits des Grünen Veltliners?
Chardonnay, Viognier, Zweigelt, Pinot Noir und Rosé erweitern das regionale Spektrum. Sie dürfen ihre Herkunft Weinviertel tragen, aber nicht Weinviertel DAC heißen: Diese geschützte Bezeichnung gehört allein dem Grünen Veltliner.