▸ Reinsortiger Viognier aus der Ried Steinbügel, seit 1998 im Weinviertel gelesen und bis heute nur als Wein aus Österreich erlaubt.
Der V ist vielschichtig und fein. In der Nase stehen Pfirsich, Mango und Melone, dazu der Duft von Rosen. Am Gaumen trägt ihn eine präsente Säure, sie gibt ihm Biss und hält die exotische Frucht schlank. So wirkt er elegant und finessenreich, ohne die Wucht, die man von Viognier oft kennt.
Pfirsich und Rose, mit präsenter Säure und viel Biss.
Weißweinkühl, nicht kühlschrankkalt.
Schenk ihn zu kleinen Vorspeisen ein, Schinken mit Melone passt zur exotischen Frucht im Glas.
Reinsortig. Am Etikett steht nur das V.
Der Viognier wächst in der Ried Steinbügel, der besten Lage des Guts, direkt am Schlossweingut. Sie ist großteils nach Süden geneigt, der Boden ist ein durchlässiger, toniger Rohsand mit viel Kalk. Tagsüber staut sich die Hitze, nachts kühlt die kontinentale Luft stark ab. Das bringt frische Säure und viel Aroma in die Trauben, und der luftige Hang lässt sie im Herbst lange gesund am Stock.
Gelesen wird selektiv im Oktober, im Keller wird von Hand nachsortiert. Nach zwölf Stunden auf der Maische wird sanft gepresst, die Gärung läuft spontan mit weinbergseigenen Hefen in Barriques. Danach liegt der Wein sechs Monate auf der Feinhefe, im barocken Hofkeller von 1640.
Wein aus Österreich · Ried Steinbügel · Spontangärung
Viognier ist in Österreich keine zugelassene Qualitätsrebsorte. Darum darf Graf Hardegg die Sorte nicht aufs Etikett schreiben und füllt den Wein als Wein aus Österreich, mit einem schlichten V. Maximilian Hardegg entdeckte die Rhône-Sorte in den 1990er-Jahren auf der Vinexpo und holte die Pflanzen direkt von der Rhône. Heute steht sie auf einem Hektar, das sind fünf Prozent der Rebfläche des Guts.
▸ Weil der Sortenname nicht erlaubt ist, steht nur ein V auf der Flasche.
Die ersten Viognier-Reben werden ausgepflanzt.
Jungfernlese in der Ried Steinbügel.
Maximilian Hardegg präsentiert 20 Jahre Viognier.
Welcher Jahrgang in Deiner Flasche steckt, verrät die Losnummer auf dem Etikett.
94 Falstaff-Punkte für den Jahrgang 2023, ebenso viele für 2024.
„Leuchtendes Goldgelb mit grünen Reflexen. Zarte Birnenfrucht, Lindenblütenhonig, ein Hauch Quitte, weißes Nougat, Anklänge von Kokos. Gute Komplexität, mineralisch, weißes Kernobst, ausgewogene Säure, kraftvoller Abgang, vielschichtig und sortentypisch.“
Sinngemäß aus dem Englischen übertragen. Der V trägt keinen Jahrgang im Titel, die Losnummer auf der Flasche zeigt ihn. Weitere Wertungen stehen in den More Facts.
Ein Gang als Empfehlung des Weinguts, zwei von den WEINHERZ Sommeliers ergänzt.
Zusammengetragen von den WEINHERZ Sommeliers.
| Art | Weißwein, trocken |
| Bezeichnung | Wein aus Österreich |
| Herkunft | Weinviertel, Niederösterreich, Österreich |
| Rebsorte | Viognier |
| Nennfüllmenge | 0,75 l |
| Allergene | Enthält Sulfite |
| Verantwortliches Unternehmen | Gut Hardegg, Großkadolz 1, 2062 Seefeld-Kadolz, Österreich |
| Jugendschutz | Abgabe nur an Personen ab 18 Jahren |
| Lage | Ried Steinbügel, Südhang, durchlässiger toniger Rohsandboden, sehr kalkhältig |
| Ausbau | Selektive Lese im Oktober, 12 Stunden Maischestandzeit, Spontangärung im Barrique, 6 Monate Feinhefe im barocken Hofkeller |
| Jahrgang | Steht als Losnummer auf der Flasche (L/202x) |
| Serviertemperatur | 11 bis 13 °C |
| Trinkreife | Hohes Lagerpotenzial |
| Weitere Falstaff-Wertungen | 94 für 2024 und 93 für 2022, beide im Falstaff Weinguide 2026/27 |
| Bewertung, Angabe des Hauses | A la Carte 2020/21: 95 Punkte, ohne Jahrgangsangabe |
| Erzeuger | Graf Hardegg, Seefeld-Kadolz |
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