Distillerie Berta | IT, Piemont, Mombaruzzo
Grappa ins Holz zu legen galt 1947 als Ketzerei.
Paolo Berta, Sohn eines Winzers aus Mombaruzzo im Monferrato, gründete 1947 seine erste Brennerei in Nizza Monferrato, um die Weine seines Vaters um Destillate zu ergänzen. Dann tat er etwas, das damals als Ketzerei galt: Er legte den Grappa ins Holzfass. Heraus kam ein bernsteinfarbenes, duftiges, weiches Destillat, das mit dem rauen Schnaps jener Jahre nichts mehr zu tun hatte.
Heute sitzt das Haus in Casalotto di Mombaruzzo. Dort stehen die Brennanlagen, unterirdische Reifekeller mit tausenden Barriques aus französischer Eiche, ein Museum der alten Brennkunst und ein Naturpark mit Lehrpfad. Die Reserven verbringen das erste Jahr im großen Fass und wandern danach in Barrique oder Tonneau, wo sie acht bis zehn Jahre bleiben können. Bekannt sind vor allem Tre Soli Tre, Paolo Berta und Solo Per Gian.
Er legte den Grappa ins Holz, als das noch niemand tat.
– zu Paolo Berta, 1947
Der Betrieb, der aus Grappa ein Reifegetränk gemacht hat. Bernsteinfarben. Weich. Holzgeprägt.
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