Umbrien
Sagrantino mit markantem Gerbstoff. Sangiovese mit umbrischer Bodenhaftung. Grechetto und Procanico rund um Orvieto. Eine kleine Weinregion, die zwischen Hügeln und Apennin erstaunlich viele Register beherrscht.
Hier mehr erfahren · aufklappenUmbrien lesen: Montefalco, Orvieto, Reife+
Kein Meer, kein Spektakel. Dafür Rebsorten mit Haltung.
Was macht Sagrantino unverwechselbar?
Sagrantino besitzt von Natur aus reichlich Gerbstoff und Farbtiefe. Montefalco Sagrantino DOCG wird zu 100 Prozent aus dieser Sorte gekeltert. Geduld ist Teil des Stils: Gute trockene Versionen gewinnen mit Reife an Kräuterwürze, Textur und aromatischer Tiefe.
Was ist Montefalco Rosso?
Montefalco Rosso stellt Sangiovese ins Zentrum und ergänzt ihn um einen Anteil Sagrantino sowie weitere zugelassene rote Sorten. Das Ergebnis ist meist früher zugänglich als reiner Sagrantino, behält aber die herbe, würzige Handschrift der Hügel um Montefalco.
Wofür steht Orvieto?
Orvieto DOC ist die große weiße Herkunft Umbriens. Procanico und Grechetto müssen gemeinsam mindestens 60 Prozent ausmachen. Trocken wirkt Orvieto oft feinfruchtig und leicht herb; Spätlese- und edelsüße Varianten zeigen die historische Bandbreite des Gebiets.
Warum gibt es Sagrantino auch als Passito?
Die süße Passito-Version gehört zur älteren Tradition der Sorte. Ausgewählte Trauben trocknen mindestens zwei Monate, bevor sie mit den Schalen vergoren werden. Die natürliche Gerbstoffstruktur verhindert, dass der Wein trotz Süße beliebig oder breit wirkt.