Lombardei
Franciacorta reift auf der Hefe. Lugana wächst am Gardasee. Nebbiolo klettert über die Terrassen der Valtellina, Pinot Nero über die Hügel des Oltrepò Pavese. Lombardei ist kein Weinstil – sondern ein Wechsel der Perspektiven.
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Eine Region, vier Weinwelten. Gemeinsam ist ihnen nur der Anspruch.
Was macht Franciacorta eigenständig?
Franciacorta entsteht durch eine zweite Gärung in der Flasche aus Chardonnay, Pinot Nero, Pinot Bianco und in kleinem Anteil Erbamat. Die Trauben werden von Hand gelesen. Mindestens 18 Monate Hefelager sind vorgeschrieben, bei Jahrgangsweinen 30 und bei Riserva 60 Monate.
Warum schmeckt Lugana nicht wie gewöhnlicher Trebbiano?
Die lokale Sorte heißt Turbiana und muss mindestens 90 Prozent eines Lugana ausmachen; viele Erzeuger arbeiten reinsortig. Weiße Ton- und Kalkböden südlich des Gardasees sowie das gemäßigte Seeklima prägen den Wein. Zugelassen sind fünf Stile vom jungen Lugana bis Riserva und Spumante.
Was bedeutet Nebbiolo delle Alpi?
In der Valtellina heißt Nebbiolo auch Chiavennasca. Er wächst auf steilen Terrassen der Rätischen Alpen, meist zwischen 300 und 600 Metern. Rosso di Valtellina, Valtellina Superiore und der aus getrockneten Trauben erzeugte Sforzato verlangen mindestens 90 Prozent Nebbiolo.
Welche Rolle spielt das Oltrepò Pavese?
Südlich des Po steigen die Weinberge in Richtung Apennin. Pinot Nero liefert dort Stillwein sowie Blanc de Noirs und Rosé de Noirs mit traditioneller Flaschengärung. Croatina prägt Bonarda, gemeinsam mit Barbera außerdem regionale Rotweine wie Buttafuoco.