Apulien
Primitivo mit dunkler Frucht. Negroamaro herb und balsamisch. Nero di Troia fest konturiert. Apulien ist weit mehr als reife Wärme: vom Kalk der Murge bis zu den roten Böden des Salento spricht jede Herkunft ihren eigenen Dialekt.
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Apuliens Kraft kommt nicht aus Lautstärke. Sondern aus Reife, Boden und präziser Herkunft.
Was unterscheidet Primitivo aus Manduria und Gioia del Colle?
Primitivo di Manduria stammt aus festgelegten Gemeinden der Provinzen Taranto und Brindisi und besteht zu mindestens 85 Prozent aus Primitivo. Gioia del Colle liegt weiter nördlich auf der Murge; trägt der Wein dort den Zusatz Primitivo, wird er ausschließlich aus dieser Sorte bereitet.
Welche Rolle spielt Negroamaro im Salento?
Negroamaro prägt rote und rosafarbene Weine im südlichen Apulien. Für Salice Salentino Rosso und Rosato sind mindestens 75 Prozent vorgeschrieben; mit der Rebsortenangabe Negroamaro steigt der Anteil auf mindestens 90 Prozent. Typisch sind dunkle Frucht, Kräuter, herbe Würze und eine saftige Art.
Warum ist Castel del Monte eine eigene Weinwelt?
Rund um die Murgia Centrale entstehen Weiß-, Rosé- und Rotweine. Nero di Troia führt bei vielen roten Ausprägungen; Bombino Bianco, Pampanuto und Aglianico gehören ebenfalls zum regionalen Rebsortenspektrum. Höhenlage, Kalk und Wind geben den Weinen in diesem warmen Klima festen Halt.
Kann Apulien auch Weißwein und Rosato?
Ja. Verdeca, Bombino Bianco, Fiano und weitere regionale Sorten stehen für trockene Weißweine; Rosato besitzt besonders im Salento eine lange Tradition. Entscheidend ist die Herkunft: Sie reicht von zitrischer Frische bis zu würziger, mediterraner Fülle.