▸ Der Grand Vin vom Kieselhügel in Saint-Estèphe, im Jahrgang 2021 aus Reben mit im Schnitt 55 Jahren, seidig und voller Schwung.
Der 2021er öffnet sich mit Tönen, die Du bei einem Bordeaux nicht als Erstes erwartest, schwarzer Tee und schwarzer Pfeffer. Erst danach gibt er die Frucht frei, und die kommt mit Nachdruck. Rote Beeren, Brombeere und schwarze Feige stehen dicht und intensiv im Glas, eine Schicht über der anderen.
▸ Erst Tee und Pfeffer, dann Brombeere und Feige, so viel Geduld verlangt nur ein großer Médoc.
Am Gaumen ist er fein gezeichnet und präzise, seidig und zugleich voller Schwung. Die Konzentration ist groß, aber zarte mineralische Töne halten sie im Gleichgewicht, so wirkt der Wein nie schwer. Der Abgang ist edel und sehr lang. Ein klassischer, besonders feiner Ausdruck dieses Bodens, gebaut für viele Jahre im Keller.
Seidig und präzise, mit einer Konzentration, die von Mineralik getragen wird.
Anteile von der Jahrgangsseite des Hauses.
Cos heißt im alten Gascognisch Kieselhügel, und genau so sieht der Boden aus. Im Kern liegt ein Plateau aus tiefem Kies. Davon fallen zwei Hügel ab, kiesig und tonig, einer nach Osten, einer nach Süd-Südwest, dazu zieht sich eine Tonader schräg durch den Weinberg. Eine Kartierung von 2001 fand fast zwanzig Bodenvarianten. Merlot steht im Osten auf Ton und Kalk, Cabernet Sauvignon oben auf dem Plateau, wo das Wasser am besten abläuft.
Von der Traube bis zur Flasche ohne Pumpe.
Auf 100 Hektar wachsen zu zwei Dritteln Cabernet Sauvignon, dazu Merlot und wenig Cabernet Franc und Petit Verdot. Für den Grand Vin kommen die Trauben von den ältesten Reben des Guts, im Schnitt 55 Jahre alt. Dazu gehört die Parcelle des Femmes, Merlot, den die Frauen des Guts im Ersten Weltkrieg gepflanzt haben und der bis heute in die Assemblage geht. Jeder Winzer betreut Jahr für Jahr dieselben zehn Parzellen, rund 40.000 Stöcke.
Im Keller wird jede Partie getrennt behandelt. Seit 2003 gärt der Wein in isothermen Edelstahltanks in Kegelstumpfform, heute sind es 84. Seit 2008 läuft im Gärkeller alles nach der Schwerkraft, von der Traubenannahme bis zur Füllung wird nicht gepumpt.
Das Plateau im Kern des Weinbergs, hier steht der Cabernet Sauvignon mit idealem Wasserabzug.
An den Hängen und in einer Tonader quer durch den Weinberg, im Osten mit Merlot bepflanzt.
AOC Saint-Estèphe · Second Grand Cru Classé · Schwerkraftkeller
Seit 1855 steht Cos d'Estournel in der Liste der Second Grands Crus Classés. Was heute in die Flasche kommt, ist das Ergebnis von zwei Jahrzehnten Umbau im Keller. 2001 wurde jeder Meter Boden kartiert, 2003 kamen die Tanks in Kegelstumpfform, 2008 der Gärkeller, der ganz ohne Pumpen auskommt. Im Glas landen dabei nur die ältesten Reben, darunter ein Merlot, der älter ist als hundert Jahre.
▸ Ein Château mit Pagoden auf dem Dach und einem der modernsten Keller des Médoc darunter.
Einstufung als Second Grand Cru Classé.
Kartierung aller Böden, fast zwanzig Varianten.
Gärkeller nach der Schwerkraft, ohne Pumpen.
Du hältst den Jahrgang 2021 in der Hand, aus Reben mit im Schnitt 55 Jahren.
Für den Jahrgang 2021 liegen Wertungen zwischen 94 und 95 Punkten vor.
„Dunkles Rubingranat mit violetten Reflexen. Pflaume, Brombeerkonfit, etwas Nougat, kandierte Orangenzeste und ein Hauch Kräuter. Straff, würzig, kühler Stil, noch fordernde Tannine, gute Frische, etwas Bitterschokolade im Abgang. Noch unentwickelt.“
Wertung ohne Notiz.
Angabe des Hauses.
Wertung als Spanne, ohne Notiz.
Angabe des Hauses.
Wertung als Spanne, ohne Notiz.
Angabe des Hauses.
Falstaff sinngemäß aus dem Englischen übertragen. Eine weitere Falstaff-Wertung aus der Fassprobe steht in den More Facts.
Drei Gänge, von den WEINHERZ Sommeliers ergänzt.
Cos heißt Kieselhügel. Auf ihm stehen Merlotstöcke, die die Frauen des Guts im Ersten Weltkrieg gepflanzt haben. Sie stecken auch im 2021er.
Zusammengetragen von den WEINHERZ Sommeliers.
| Art | Rotwein, trocken |
| Jahrgang | 2021 |
| Herkunft | AOC Saint-Estèphe, Bordeaux, Frankreich |
| Klassifikation | Second Grand Cru Classé 1855 |
| Rebsorten | 64 % Cabernet Sauvignon, 30 % Merlot, 4 % Cabernet Franc, 2 % Petit Verdot |
| Alkoholgehalt | 13 % vol |
| Nennfüllmenge | 0,75 l |
| Allergene | Enthält Sulfite |
| Verantwortliches Unternehmen | Domaines Reybier, Château Cos d'Estournel, 33180 Saint-Estèphe, Frankreich |
| Jugendschutz | Abgabe nur an Personen ab 18 Jahren |
| Rebenalter | Grand Vin aus den ältesten Reben, im Schnitt 55 Jahre |
| Weinberg | 100 ha, Kiesplateau, Hänge kiesig und tonig, Merlot auf Ton und Kalk |
| Keller | Gärung in isothermen Edelstahltanks in Kegelstumpfform (seit 2003), Schwerkraftkeller ohne Pumpen (seit 2008) |
| Bewertung | 95 James Suckling, 94 Falstaff (22.03.2024), 94 Falstaff (27.05.2022, Fassprobe), 94 bis 96 Vinous, 94 bis 95 RobertParker.com, alle Jahrgang 2021 |
| 94 Falstaff, 27.05.2022 | Fassprobe. Lebhaftes Rubinrot, dunkle Waldbeeren, reife Kirschen, Edelholz, Schokolade, kandierte Orangenzeste, lebendige Tannine, salzig-mineralischer Abgang. |
| Erzeuger | Château Cos d'Estournel, Saint-Estèphe |
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