▸ Zweigelt von einer Ried, die seit 1864 verzeichnet ist, aus dem großen Jahrgang 2021, mit seidigem Tannin und dunkler Kirsche.
Im Glas ein dunkles Rubingranat mit tiefem Kern und violetten Reflexen. In der Nase zuerst feines Edelholz, dann schwarze Kirschen, etwas Zwetschke und ein Hauch Orangenzeste, der das Bukett frisch hält. Am Gaumen ist er saftig und elegant, mit feiner Fruchtsüße. Die Tannine sind gut eingebunden, sie tragen den Wein und bleiben dabei grazil und seidig. Der Nachhall ist würzig und mineralisch, und genau da zeigt sich, dass dieser Zweigelt für den Tisch gemacht ist, nicht für die Bühne.
Seidig und dunkel, ein Zweigelt mit grazilen Tanninen und würzigem Nachhall.
Nicht zu warm, sonst drängt sich der Alkohol vor die Kirsche.
Gib ihm ein großes Glas und eine halbe Stunde Luft, dann rückt das Holz zur Seite und die Kirsche nach vorn.
Die Ried Bühl liegt südlich von Höflein. Ihr Boden ist tiefschichtiger Löss, kalkhaltiger Gesteinsstaub, den der Wind in den Kaltzeiten der Eiszeit aus dem Alpenraum herantrug. Daraus wurde ein lehmig-sandiger, kalkreicher Boden, der Wasser gut speichert. Die Weingärten sind nach Nordosten und teils nach Süden geneigt. 2021 brachte nach einem trockenen Frühling ab dem Frühsommer Regen und Sonne in idealen Abständen, gelesen wurde ab Anfang September, mit perfekter Säure und voller Reife.
Die besten Trauben der Ried werden von Hand gelesen und gären nach dem Rebeln spontan in offenen Bottichen, drei bis vier Wochen auf der Maische. Weil die Beeren intakt bleiben, beginnt die Gärung langsam in der Beere selbst. Zweimal täglich wird die Maische schonend untergestoßen. Dann reift der Wein 18 bis 20 Monate in französischer Eiche, die Hälfte davon neu.
Carnuntum DAC Riedenwein · Handlese · Spontangärung
Die Ried Bühl steht schon 1864 in historischen Aufzeichnungen. Michael Auer nimmt von dort nur die besten Trauben, lässt die Beeren ganz und die Gärung von selbst beginnen. Drei bis vier Wochen auf der Maische und eineinhalb Jahre im Holz machen aus Zweigelt einen eleganten Lagenwein.
▸ Ein alter Riedname, ein großer Jahrgang.
92 Falstaff-Punkte für den Jahrgang 2021.
„Schwarze Kirschen, etwas Zwetschken, ein Hauch von Orangenzesten. Saftig, elegant, feine Fruchtsüße, gut integrierte, tragende Tannine, ein ausgewogener Speisenbegleiter.“
Falstaff im Original, gekürzt. Die Fassprobe vom Juli 2023 steht in den More Facts.
Drei Gänge, von den WEINHERZ Sommeliers ergänzt.
Zusammengetragen von den WEINHERZ Sommeliers.
| Art | Rotwein, trocken |
| Jahrgang | 2021 |
| Herkunft | Carnuntum DAC Riedenwein, Ried Bühl, Niederösterreich, Österreich |
| Rebsorte | Zweigelt |
| Alkoholgehalt | 14,5 % vol |
| Nennfüllmenge | 0,75 l |
| Trinkreife | 2024 bis 2034 |
| Serviertemperatur | 14 bis 16 °C |
| Allergene | Enthält Sulfite |
| Verantwortliches Unternehmen | Weingut Auer, Michael Auer, Hoher Weg (Ecke Kellergasse), 2465 Höflein, Österreich |
| Jugendschutz | Abgabe nur an Personen ab 18 Jahren |
| Boden | Kalkhaltige Lössböden, lehmig-sandig |
| Ausrichtung | Nordosten, teils Süden |
| Lese | Selektion per Handlese, Anfang September |
| Ausbau | Spontangärung in offenen Bottichen, 3 bis 4 Wochen Maische, französische Eiche, 50 % neu, 18 bis 20 Monate |
| Analyse | Restzucker 1 g/l, Säure 5,6 g/l |
| Verschluss | Diam |
| Bewertung | 92 Falstaff (24.11.2023), Fassprobe 91 bis 93 Falstaff (10.07.2023), beide Jahrgang 2021 |
| Erzeuger | Michael Auer, Höflein |
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