▸ Der Wein, mit dem 1986 die neue Ära der Rioja begann, aus fünf Lagen um Elciego und Laguardia, im Jahrgang 2019 tief, dunkel und seidig.
Im Glas ein klares, glänzendes Kirschrot mit violetten Reflexen, am Rand lebendig, ohne Zeichen von Reife. Die Nase ist enorm ausdrucksstark, kleine schwarze Früchte, Heidelbeere, Johannisbeere, Cassis, Damaszenerpflaume und Kirschen in Likör. Dazu Graphit und mineralische Töne, Lakritz, ein Hauch Veilchen und Waldboden mit Laub und Moos. Gewürznelke, schwarzer Pfeffer, Kakao und Tabak sind fein gezeichnet, das Holz ist ganz eingebunden.
▸ Schwarze Frucht, Graphit und Veilchen, und eine Säure, die Jahrzehnte trägt.
Am Gaumen setzt er kraftvoll und dicht ein, mit Volumen, Struktur und einer seidigen Textur, die nicht enden will. Die Tannine sind lebendig und präsent, aber reif, die Zeit wird sie weiter schleifen. Die Säure ist kräftig und verspricht ein langes Leben, Frucht und blaue Blüten bleiben bis zum Schluss. Am Tag nach dem Öffnen kommen frische Walderdbeere und Himbeere dazu, der Wein wird sanfter und hält offen drei bis vier Tage.
Dicht und seidig, mit Tanninen, die noch Zeit wollen.
Kellerkühl, nicht zimmerwarm, so bleibt der Alkohol im Hintergrund.
So im Datenblatt zum Jahrgang 2019, Anteile sind nicht veröffentlicht.
Die Trauben kommen aus Elciego und Laguardia, aus den Pagos Garcimoracho, Tapias, San Pelayo, Vialba und La Collada auf 450 bis 550 Metern. Die Erträge liegen bei 2.500 bis 3.500 Kilo je Hektar. Gelesen wird ausschließlich von Hand, in Kisten zu 15 Kilo, seit 1995 wird am Sortiertisch Beere für Beere ausgelesen.
Beere für Beere sortiert.
Jede Parzelle wird getrennt vergoren, in Holzbottichen aus Allier-Eiche bei 26 °C, auch der biologische Säureabbau läuft in feinporigen Allier-Bottichen. Danach reift der Wein 16 Monate in Barriques aus französischer Allier-Eiche und liegt nach der Füllung mindestens zwei Jahre in der Flasche, bevor er in den Verkauf geht.
2019 war der Herbst davor warm, Austrieb am 10. April, ein leichter Frost am 6. Mai traf die eigenen Reben kaum. Der Fruchtansatz war locker, Lese ab dem 17. September bei trockenem, kühlem Wetter. Kleine Beeren, niedriger pH-Wert und hohe Säure versprechen eine lange Reife in der Flasche.
In den fünf Lagen um Elciego und Laguardia, auf 450 bis 550 Metern.
Darunter liegt Kalk, die gemeinsame Basis der Lagen.
DOCa Rioja · Handlese · Allier-Eiche
Marqués de Riscal arbeitete von Anfang an eng mit Bordeaux. In den Achtzigern beriet Professor Guy Guimberteau, Nachfolger von Émile Peynaud, das Haus. Daraus entstand die Idee, die großen alten Reserva-Weine im Stil des Médoc mit den Mitteln des 20. Jahrhunderts neu zu denken. Ausgewählt wurden Reben zwischen 80 und 110 Jahren mit winzigen Erträgen, der erste Jahrgang war 1986. 1997 kam Paul Pontallier dazu, Direktor von Château Margaux. Nach dem Erfolg folgten viele Riojas dem Weg des Barón de Chirel.
▸ Mit ihm begann, was in der Rioja die neue Ära heißt.
Erster Jahrgang Barón de Chirel.
Sortiertische, Beere für Beere.
Paul Pontallier von Château Margaux berät.
Du hältst den Jahrgang 2019 in der Hand.
Für den Jahrgang 2019 nennt das Haus Wertungen von 93 bis 100 Punkten.
Wertung ohne veröffentlichte Notiz.
Wertung ohne veröffentlichte Notiz.
Angabe des Hauses auf der Seite des Weins.
Wertung ohne veröffentlichte Notiz.
Angabe des Hauses auf der Seite des Weins.
Wertung ohne veröffentlichte Notiz.
Angabe des Hauses auf der Seite des Weins.
Alle Wertungen gelten dem Jahrgang 2019 und sind Angaben des Hauses.
Drei Gänge, nach den Empfehlungen des Hauses von den WEINHERZ Sommeliers ausgewählt.
1986 wollte Marqués de Riscal den alten Médoc-Reserva neu denken, aus Reben von bis zu 110 Jahren. Daraus wurde der Wein, an dem sich die moderne Rioja misst.
Zusammengetragen von den WEINHERZ Sommeliers.
| Art | Rotwein, trocken |
| Jahrgang | 2019 |
| Herkunft | DOCa Rioja, Spanien |
| Rebsorten | Tempranillo und weitere Sorten |
| Alkoholgehalt | 15,5 % vol |
| Nennfüllmenge | 0,75 l |
| Serviertemperatur | 16 bis 18 °C |
| Allergene | Enthält Sulfite |
| Verantwortliches Unternehmen | Vinos de los Herederos del Marqués de Riscal, S.A., Calle Torrea 1, 01340 Elciego (Álava), Spanien |
| Jugendschutz | Abgabe nur an Personen ab 18 Jahren |
| Analyse | 15,5 % vol, Gesamtsäure 3,0, pH 3,64 |
| Lagen | Garcimoracho, Tapias, San Pelayo, Vialba, La Collada in Elciego und Laguardia, 450 bis 550 m |
| Boden | Ton-Kalk und Kiesterrassen des Ebro über Kalk |
| Ausbau | Gärung in Allier-Bottichen bei 26 °C, Parzellen getrennt, 16 Monate Barrique aus Allier-Eiche, mindestens 2 Jahre Flasche |
| Bewertung | 97 Wine Enthusiast 2024 Editor's Choice, 100 Guía Proensa 2025, 96 Guía de Vinos ABC 2025, 96 Club Oenologique Rioja Report 2024, 95 Guía Peñín 2025, 93 James Suckling 2023, World's Best Sommeliers' Selection 2024, alle Jahrgang 2019, Angaben des Hauses |
| Speisen, Empfehlung des Hauses | Schinken, gereifter Käse, rotes Fleisch, Geflügel, Wild wie Rebhuhn, Kaninchen, Hirsch, Wildschwein, Reh |
| Erzeuger | Marqués de Riscal, Elciego |
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