▸ Die steirische Antwort auf den Calvados, aus Maschansker, Ilzer Rosenapfel und Gravensteiner, mindestens acht Jahre im Eichenfass.
Im Glas Bernstein vom Fass. Die Nase ist fruchtig und würzig, reifer Apfel, leicht blumig, dazu frische Eiche und ein Hauch Marzipan. Die Frucht ist auch nach Jahren im Holz klar zu erkennen.
Am Gaumen ist er angenehm weich, der vollreife Apfel nimmt sich Zeit und zeigt sich erst in der Mitte des Schlucks ganz. Milde Holznoten tragen ihn, gegen Ende taucht ein Hauch Tabak auf. Die 40 % vol bleiben sanft. Ein Brand zum Nachdenken, langsam getrunken, vielleicht neben einem Stück Bergkäse.
Reifer Apfel, milde Eiche, ein steirischer Calvados.
Unter anderem diese alten Sorten, Anteile sind nicht veröffentlicht.
Gölles erntet die alten Apfelsorten, Maschansker aus dem eigenen Obstgarten, dazu Ilzer Rosenapfel und Gravensteiner, im Oktober. Für einen Liter Brand sind 14 Kilogramm Früchte nötig.
Gebrannt wird in Riegersburg von Juli bis November. Die Maische gärt bei 17 bis 19 °C in Edelstahltanks, danach destilliert das Haus zweimal in Kupferkesseln, zuerst zum Raubrand, dann zum Feinbrand. Weiter kommt nur der Mittellauf, das Herzstück. Es reift mindestens acht Jahre im Eichenfass, das Holz gibt ihm die Bernsteinfarbe, Vanille und Röstaromen. Zucker, Aroma- oder Farbstoffe gibt Gölles keine dazu.
Edelbrand · Mindestens 8 Jahre Eichenfass · Ohne Zucker und Farbstoffe
1981 wanderten bei Gölles die ersten Apfelbrände ins Eichenfass. Daraus wurde die steirische Antwort auf den Calvados, mit einem Unterschied: Gebrannt wird aus der Maische der Früchte, nicht aus gelagertem Apfelwein. So bleibt der Apfel auch nach Jahren im Holz so deutlich.
▸ Wie Calvados, nur aus der ganzen Frucht.
Alois Gölles beginnt mit Edelbränden.
Die ersten Apfelbrände kommen ins Eichenfass.
Du hältst den Alten Apfel in der Hand, mindestens acht Jahre gereift.
94 Falstaff-Punkte für den Brennjahrgang 2011, dazu fünf Sterne bei Vinaria.
„Fruchtig und würzig, leicht blumig, etwas frische Eiche in der Nase. Am Gaumen angenehm weich, der vollreife Apfel nimmt sich Zeit und zeigt sich erst in der Mitte.“
5-Sterne-Schnaps des Jahres 2024.
Vinaria, 19.02.2024.
Sinngemäß aus dem Englischen übertragen. Falstaff bewertet einzelne Brennjahrgänge, weitere Wertungen stehen in den More Facts.
Von den WEINHERZ Sommeliers ergänzt.
Zusammengetragen von den WEINHERZ Sommeliers.
| Art | Edelbrand, Obstbrand aus Äpfeln, fassgereift |
| Herkunft | Riegersburg, Steiermark, Österreich |
| Zutaten | Äpfel, mit Wasser auf Trinkstärke eingestellt; ohne Zucker, Aroma- und Farbstoffe |
| Alkoholgehalt | 40 % vol |
| Nennfüllmenge | 0,7 l |
| Allergene | Keine angegeben |
| Verantwortliches Unternehmen | Gölles GmbH, Stang 52, 8333 Riegersburg, Österreich |
| Jugendschutz | Abgabe nur an Personen ab 18 Jahren |
| Reifung | Mindestens 8 Jahre im Eichenfass |
| Obst je Liter | 14 kg Äpfel |
| Erntezeit | Oktober |
| Herstellung | Aus der Maische gebrannt, nicht aus Apfelwein; Gärung bei 17 bis 19 °C im Edelstahl, doppelt gebrannt im Kupferkessel, nur der Mittellauf |
| Bewertung | 94 Falstaff (Brennjahrgang 2011, 21.06.2024), 90 Falstaff (Brennjahrgang 2002, 22.11.2013), 19,0/20 Vinaria Best of Schnaps 2024 (Brennjahrgang 2011) |
| Hinweis | Bewertet wurden einzelne Brennjahrgänge. |
| Erzeuger | Manufaktur Gölles, Riegersburg |
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