▸ Der letzte Kellerberg Riesling, der noch Smaragd hieß, mit Tropenfrucht und klarer Mineralik, inzwischen sechs Jahre in der Flasche.
Am Kellerberg dominieren beim Riesling die tropischen Früchte, Mango, Maracuja und Ananas, dazu vollreifer Pfirsich. Darunter liegt eine klar getönte Mineralik.
▸ Tropenfrucht vorn, klare Mineralik darunter.
Die Textur ist komplex, die Mineralik fein nuanciert, und über allem steht eine filigrane Eleganz. Mit den Jahren setzt sich mehr und mehr die Herkunft durch, und dieser Jahrgang hat seine ersten Jahre in der Flasche schon hinter sich.
Exotisch und filigran, mit klar getönter Mineralik.
Sortenrein.
Der Kellerberg ist eine steile, karge Urgesteinsterrasse, von Süden nach Südosten ausgerichtet, am Ausgang eines Seitentals. Morgens bekommt er früh Sonne, im Sommer liegt der Großteil der Lage aber schon ab dem frühen Nachmittag im Schatten, das verlangsamt die Reife. Nachts zieht kühle Luft aus dem nahen Wald herab, im Herbst prägen große Unterschiede zwischen Tag und Nacht die Trauben.
Ab dem frühen Nachmittag im Schatten.
Der Untergrund ist Gföhler Gneis, ein Umwandlungsgestein aus granitähnlichem Plutonit, dazu Paragneis. Weil die Riede in den Eiszeiten von den Westwinden abgewandt lag, blieb hier mehr Löss liegen als auf den Westseiten, am Hang wurde er mit dem Gneis vermischt. Die steilen Terrassen lassen nur Handarbeit zu, Maschinen kommen hier nicht hinauf.
Auf der Südostseite blieb in den Eiszeiten mehr Löss liegen, die Erosion mischte ihn mit verwittertem Gneis.
Umwandlungsgestein aus granitähnlichem Plutonit, karg und durchlässig.
Smaragd · Dürnsteiner Ried Kellerberg · Handarbeit
Der Kellerberg hat seinen Namen vom Dürnsteiner Kellerschlössl, das Jakob Prandtauer von 1714 bis 1719 baute, der Name selbst ist seit 1787 belegt. Mit dem Riesling vom Kellerberg des Jahrgangs 1990 gelang dem Haus der internationale Durchbruch. 2019 war der letzte Jahrgang vor dem Wechsel, 2020 trat das Haus aus der Vinea Wachau aus und stellte auf Wachau DAC um. Deshalb trägt dieser Wein noch die Bezeichnung Smaragd.
▸ Nach einigen Jahren Reife spricht am Kellerberg die Lage lauter als die Sorte.
Der Name Kellerberg taucht auf, als Sammelname für viele kleinere Rieden.
Riesling Kellerberg 1990 bringt den internationalen Durchbruch.
Letzter Jahrgang als Smaragd. Du hältst ihn in der Hand.
95 bis 97 Falstaff-Punkte für den Jahrgang 2019.
„Zart gewürzig unterlegte feine gelbe Tropenfrucht, Nuancen von Ananas, Pfirsich und Papaya, ein Hauch von Blütenhonig. Saftig, straffe Textur, feiner Säurebogen, salzig im Abgang, harmonisch, gutes Entwicklungspotenzial.“
Falstaff im Original, gekürzt. Die Wertung gilt dem Jahrgang 2019.
Drei Gänge, von den WEINHERZ Sommeliers empfohlen.
Ein Jahr später hieß dieser Wein schon Wachau DAC. Der 2019er ist der letzte Kellerberg Riesling mit Smaragd im Namen.
Zusammengetragen von den WEINHERZ Sommeliers.
| Art | Weißwein |
| Jahrgang | 2019 |
| Herkunft | Dürnsteiner Ried Kellerberg, Wachau, Niederösterreich, Österreich |
| Rebsorte | Riesling |
| Nennfüllmenge | 0,75 l |
| Allergene | Enthält Sulfite |
| Verantwortliches Unternehmen | F.X. Pichler GmbH, Oberloiben 57, 3601 Dürnstein, Österreich |
| Jugendschutz | Abgabe nur an Personen ab 18 Jahren |
| Bezeichnung | Smaragd, letzter Jahrgang vor Wachau DAC (2020) |
| Ried | Kellerberg, steile Urgesteinsterrasse, Süd bis Südost |
| Boden | Gföhler Gneis, Paragneis und Plutonit mit angewehtem Löss |
| Bewertung | 95-97 Falstaff (27.07.2020, Jahrgang 2019) |
| Weingut | F.X. Pichler, Oberloiben |
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