Friaul
Friulano mit mandelherbem Finale. Ribolla Gialla straff und salzig. Sauvignon duftig, Refosco dunkel und eigenwillig. Zwischen Alpen, Adria und slowenischer Grenze wird Vielfalt hier nicht behauptet – man schmeckt sie.
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Friaul denkt Wein in vielen Sprachen. Seine Herkunft bleibt unverwechselbar.
Warum gilt Friaul als Weißweinland?
Friulano, Ribolla Gialla, Malvasia Istriana und Verduzzo treffen auf Sauvignon, Pinot Grigio und Chardonnay. Im Collio sind 13 der 19 geregelten Weintypen weiß. Das Spektrum reicht von geradlinig und kräuterwürzig bis dicht, maischevergoren und lange gereift.
Was ist Ponca?
Ponca ist der regionale Name für Flysch aus wechselnden Schichten von Mergel und Sandstein. Er bestimmt die Hügel des Collio und der Colli Orientali. Die brüchigen Böden erwärmen sich gut, speichern aber nicht unbegrenzt Wasser – ein wichtiger Rahmen für aromatische, konturierte Weine.
Collio oder Colli Orientali – wo liegt der Unterschied?
Der Collio zieht sich in der Provinz Gorizia entlang der slowenischen Grenze. Die Colli Orientali liegen weiter nördlich und östlich in der Provinz Udine; dort gehören auch die DOCG-Herkünfte Ramandolo, Rosazzo und Picolit zum geschützten Gefüge. Beide Gebiete teilen die hügelige Landschaft und die Ponca.
Gibt es im Friaul auch bedeutenden Rotwein?
Refosco dal Peduncolo Rosso, Schioppettino, Pignolo und Tazzelenghe bewahren die rote Eigenart der Region. Dazu kommen Merlot, Cabernet Franc und Pinot Nero. Die besten Vertreter zeigen reife dunkle Frucht, Kräuter, Säure und markante Gerbstoffstruktur.