Toro
Tinta de Toro unter kastilischer Sonne. Trockene Sommer, karge Böden und überraschend kühle Nächte formen Rotweine mit dunkler Frucht, festem Rückgrat und einer Geschichte, die in manchen Parzellen wurzelecht weiterlebt.
Hier mehr erfahren · aufklappenToro lesen: Tinta, Sand, alte Reben+
Toro muss nicht leise sein. Aber gute Toro-Weine wissen, wann genug gesagt ist.
Was unterscheidet Tinta de Toro?
Tinta de Toro ist eng mit Tempranillo verwandt, hat sich aber über Jahrhunderte an die Bedingungen des Gebiets angepasst. Sie reift früh, liefert intensive Farbe und eignet sich sowohl für saftige junge Weine als auch für lange ausgebaute Rotweine.
Warum sind wurzelechte Reben ein Thema?
Lockere, gut entwässernde Sandböden erschwerten der Reblaus vielerorts die Ausbreitung. Deshalb blieben in Toro bemerkenswerte alte Parzellen auf eigenen Wurzeln erhalten. Ihr Wert liegt nicht im Alter allein, sondern in geringerem Ertrag und präziser Parzellenauswahl.
Wie trocken ist Toro?
Das extreme kontinentale Klima bringt heiße Sommer, kalte Winter, etwa 350 bis 400 Millimeter Jahresniederschlag und viele Sonnenstunden. Höhen zwischen 620 und 870 Metern sorgen nachts für Abkühlung und helfen, die Frische der Trauben zu bewahren.
Ist Toro ausschließlich rot?
Nein. Die Herkunft umfasst neben roten Tinta-de-Toro- und Garnacha-Weinen auch Rosado und Weißwein. Verdejo, Malvasía Castellana, Albillo Real und Moscatel de Grano Menudo bilden die weiße Seite des Gebiets.