▸ Sassicaia aus einem Jahr mit Frostnächten im März und einer Reife, die acht Tage früher kam, hell im Rubin und mit einem griffigen Tannin für die Langstrecke.
Im Glas ein helles Rubin, heller, als man bei so viel Ruf erwarten würde. In der Nase Cassis und Brombeere, dunkle Kirschen und Johannisbeeren, dazu Tabak, ein Hauch Rauch und Zedernholz.
▸ Heute noch straff, morgen ein Wein für die große Runde.
Am Gaumen ist er straff und zurückhaltend, von einer strengen Eleganz. Das Tannin ist feinmaschig und griffig, es hält die Frucht fest im Griff und gibt sie nur langsam frei. Das ist ein Langstreckenläufer, kein Sprinter, und wer ihn heute öffnet, gibt ihm am besten eine Karaffe und viel Zeit.
Straff und elegant, Cassis und Zeder, gehalten von einem griffigen Tannin.
Sein griffiges Tannin will noch Jahre reifen, das Fenster reicht bis 2055.
Das Haus veröffentlicht keine Anteile.
Die Weingärten liegen auf 100 bis 400 Metern, nach Westen und Südwesten geneigt, auf vielgestaltigen Böden aus kalkreichen Zonen mit Galestro, Steinen und Kieseln, teils Ton.
Frost im März, Reife eine Woche früher.
2020 folgte auf einen feuchten Herbst Kälte ab Februar, Ende März kamen Nachtfröste. Der Cabernet Sauvignon blieb unbeschadet, beim Cabernet Franc gingen ein paar Knospen verloren. Ab Mitte Juni kamen Sonne und Wärme, mit etwas Regen im Juli und August. Die Reife kam sieben bis acht Tage früher, mit gesunden Trauben, höherem Zucker und guter phenolischer Reife.
Gelesen wurde ganz von Hand ab der ersten Septemberwoche, junge Anlagen und Cabernet Franc zuerst, zuletzt in der letzten Septemberwoche in der Vigna di Castiglioncello und der Vigna del Quercione. Die Gärung lief spontan, ohne zugesetzte Hefen, bei höchstens 27 bis 28 °C. Ab der ersten Dezemberwoche reifte der Wein über 25 Monate in Barriques, 45 Prozent neu, 45 Prozent in erster und 10 Prozent in zweiter Belegung, dann ruhte er im Stahltank vor der Assemblage und in der Flasche.
Der Name Sassicaia kommt von diesen steinigen Böden, Mario Incisa erinnerten sie an Graves.
Brüchiger, kalkhaltiger Schiefermergel, nach Westen und Südwesten geneigt.
Bolgheri Sassicaia DOC · Handlese · Französische Eiche
Anfang der 1940er-Jahre pflanzte Marchese Mario Incisa della Rocchetta bei Castiglioncello di Bolgheri gut einen Hektar Cabernet Sauvignon, auf rund 400 Metern. Die steinigen Böden erinnerten ihn an Graves in Bordeaux. Bis 1967 trank nur die Familie diesen Wein, erst der Jahrgang 1968 kam 1971 in den Handel. Der Önologe Giacomo Tachis begleitete ihn über vierzig Jahre, und Sassicaia bekam als einziger Wein Italiens eine eigene DOC, Bolgheri Sassicaia.
▸ Ein Familienwein, der zum Maßstab für ganz Italien wurde.
Gut ein Hektar Cabernet Sauvignon bei Castiglioncello di Bolgheri.
Der erste Jahrgang für den Handel, verkauft ab 1971.
Bolgheri Sassicaia DOC. Du hältst den Jahrgang 2020 in der Hand.
97 Punkte von Falstaff und Decanter für den Jahrgang 2020.
„Helles Rubin, Cassis, Brombeere, Tabak, Rauch und Zeder, dunkle Kirschen. Feinmaschiges, griffiges Tannin, ein Langstreckenläufer.“
„Der Frost traf den Cabernet Franc, wenig Menge, sehr gute Qualität.“
„Straff und zurückhaltend, von strenger Eleganz.“
Sinngemäß übertragen, Decanter aus dem Englischen. Alle Wertungen gelten dem Jahrgang 2020.
Drei Gänge, von den WEINHERZ Sommeliers ergänzt.
Ende März lagen Frostnächte über Bolgheri, der Cabernet Franc verlor ein paar Knospen und der Wein umso weniger an Klasse. Wenig Menge, große Länge.
Zusammengetragen von den WEINHERZ Sommeliers.
| Art | Rotwein, trocken |
| Jahrgang | 2020 |
| Herkunft | Bolgheri Sassicaia DOC, Toskana, Italien |
| Rebsorten | Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc |
| Alkoholgehalt | 14 % vol |
| Nennfüllmenge | 0,75 l |
| Trinkreife | 2024 bis 2055, Einschätzung von Decanter |
| Allergene | Enthält Sulfite |
| Verantwortliches Unternehmen | Società Agricola C.I.T.A.I. S.p.A. a socio unico (Tenuta San Guido), Località Le Capanne 27, 57022 Bolgheri (LI), Italien |
| Jugendschutz | Abgabe nur an Personen ab 18 Jahren |
| Weingärten | 100 bis 400 m, Exposition West und Südwest, kalkreiche Zonen mit Galestro, Steine, Kiesel, teils Ton |
| Lese | Von Hand ab der ersten Septemberwoche 2020, zuletzt in der Vigna di Castiglioncello und Vigna del Quercione |
| Vinifikation | Spontane Gärung ohne zugesetzte Hefen bei höchstens 27 bis 28 °C, Délestage und Umpumpen, Malo im Stahl |
| Ausbau | Über 25 Monate Barrique, 45 % neu, 45 % erste, 10 % zweite Belegung, danach Stahltank und Flaschenreife |
| Bewertung | 97 Falstaff (16.10.2023), 97 Decanter (08.02.2023), 96 Decanter (14.03.2024), alle Jahrgang 2020 |
| Weitere Falstaff-Wertung | 97 (08.09.2023), Jahrgang 2020 |
| Trinkreife | 2024 bis 2055 und 2023 bis 2035 Decanter |
| Erzeuger | Tenuta San Guido, Bolgheri |
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