▸ Morillon von uraltem Korallenkalk – die Große STK Ried Obegg im Glas.
Wo heute die Reben der Ried Obegg wurzeln, lag vor mehr als zehn Millionen Jahren ein subtropisches Meer. Aus Algen, Korallen, Muscheln und Schnecken wuchsen Riffe – der heutige Leithakalk. Auf diesem versteinerten Meeresboden reift einer der stillsten, größten Weißweine der Südsteiermark.
▸ Kaum ein Wein hat sich länger auf Sie vorbereitet.
Ein subtropisches Meer bedeckt die spätere Südsteiermark, kleine Riffe entstehen.
Die Riffe versteinern zu kargem Leithakalk – er prägt die Ried Obegg bis heute.
Große STK Lage: alte Reben, Handlese, streng limitierte Erträge.
Zehn Millionen Jahre Anlauf. Sie müssen nur noch einschenken.
Im Glas strahlendes Strohgelb mit grünen Reflexen. Die Nase beginnt bewusst leise: ruhig, beinahe verhalten, dann öffnen sich feine Gewürznoten, Anis, Nuss und Walnuss, unterlegt von floralen Anklängen, gelbem Apfel und einem Hauch Mandarinenzeste.
Kein lautes Bouquet – eines, das Sie näher ans Glas holt.
Am Gaumen dann der große Auftritt: enorm ausdrucksstark, fest und kalkig, mit viel Würze und einem animierenden, fein eingebundenen Gerbstoff. Die elegante, lebendige Säure zieht den Wein weit nach hinten, dazu zarter Nussschmelz, dunkle Mineralität und ein salziger Nachhall – die Erinnerung an das Meer, auf dessen Resten diese Reben stehen. Texturiert, komplex, hoch an Finesse – und bei aller Größe erstaunlich trinkfreudig. Wer Morillon bislang für eine steirische Fußnote hielt, liest hier das Hauptkapitel.
Einordnung der WEINHERZ Sommeliers auf Basis des Winzer-Datenblatts.
100 % Handlese in der Steillage, Ausbau in 500-Liter-Holz- und Barriquefässern: genug Holz für Struktur und Schmelz, genug Zurückhaltung für die kalkige Herkunft. Als Große STK Ried unterliegt der Obegg den strengsten Regeln der Steirischen Terroir- und Klassikweingüter – deshalb kommt dieser 2022er erst jetzt zu Ihnen: fertig gedacht statt früh verkauft.
Familienweingut seit 1912 · 4. Generation · Nachhaltig-Austria-zertifiziert seit 2019 · Südsteiermark DAC
Verkoster Peter Moser beschreibt den 2022er mit dunkler Mineralität, zartem Nussschmelz, feiner Säurestruktur und salzigem Nachhall.
„Große Lage. Großer Wein. Große Trinkfreude.“
— Weingut Polz, Datenblatt 2022
Drei Gänge, vom Winzer notiert.
Alle drei Empfehlungen stammen vom Winzer selbst. Servieren Sie den Obegg bei 12–14 °C – sein Reifepotenzial reicht bis mindestens 2031. Geduld wird also belohnt. Ungeduld allerdings auch.
| Jahrgang | 2022 |
| Wein-Typ | Weißwein, trocken |
| Herkunft | Südsteiermark DAC, Österreich |
| Klassifikation | Riedenwein – Große STK Lage (GSTK) |
| Rebsorte | Morillon (Chardonnay) |
| Alkoholgehalt | 13 % vol |
| Säure | 5,0 g/l |
| Restzucker | 1,1 g/l |
| Ausbau | 500-l-Holz- und Barriquefässer |
| Boden | Karger Leithakalk (fossiler Korallen- und Muschelkalk) |
| Lese | 100 % Handlese |
| Nachhaltigkeit | Nachhaltig Austria zertifiziert (seit 2019) |
| Bewertung | 95 Punkte – Falstaff |
| Trinkreife | Jetzt bis mindestens 2031 |
| Serviertemperatur | 12–14 °C |
| Verschluss | Naturkork |
| Allergene | Enthält Sulfite |
| Abfüller | Weingut Polz GmbH, Am Grassnitzberg 39, A-8472 Straß in Steiermark |
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