▸ Zehn Ar Chardonnay oben am Corton-Hügel, sechzig bis siebzig Jahre alte Reben, und ein Jahrgang, den der Aprilfrost fast ausgelöscht hätte.
Die Nase zeigt Zitrus und Lindenblüte, klar und hell, dazu ein Hauch Gewürznelke, der dem Duft Tiefe gibt. Nichts ist laut, die Aromen bauen sich mit Luft langsam auf.
▸ Zitrus vorn, Nelke dahinter, und eine Mineralität, die den Mund kühlt.
Am Gaumen ist er lebhaft und großzügig zugleich. Die Säure gibt Schwung, die Frucht füllt den Mund, und darunter zieht eine elegante Mineralität, die ein frisches, fast kühles Gefühl hinterlässt. Gib ihm ein großes Glas und Zeit, dann zeigt er, wie viel Grand Cru in diesen wenigen Flaschen steckt.
Lebhaft und großzügig, mit einer Mineralität, die erfrischt.
Nicht zu kalt, erst bei 12 °C zeigt er Blüte und Würze.
Aus dem Datenblatt der Domaine.
Die Parzelle Le Charlemagne liegt am Waldrand oben auf dem Corton-Hügel, in der Gemeinde Aloxe-Corton, nach Südwesten geneigt. Die Domaine bewirtschaftet hier nur 10 Ar 57, die Reben sind 60 bis 70 Jahre alt, der Ertrag liegt bei 40 bis 45 Hektolitern je Hektar.
Der Aprilfrost traf den Chardonnay zuerst.
2021 war für den Chardonnay ein hartes Jahr. Ab dem 5. April brachte Polarluft drei Tage Schnee und Kälte über die frischen Knospen, der früh austreibende Chardonnay wurde stark getroffen. Danach folgten Kühle, Hagel und fast täglicher Regen. Eine milde zweite Junihälfte rettete die Blüte, ab Mitte August wurde es trockener, und am 17. September begann die Lese.
Gelesen wird von Hand, schon im Weinberg wird aussortiert, im Keller noch einmal. Die Trauben werden angequetscht und mit niedrigem Druck pneumatisch gepresst, der Most klärt durch Schwerkraft vor. Ein Teil gärt im Edelstahl, ein Teil in französischer Eiche, mit den wilden Hefen des Mostes. Danach reift der Wein 18 Monate in Fässern zu 350 Litern, 30 Prozent davon neu.
Flachgründig, die Steine an der Oberfläche schützen ihn vor Erosion.
Aus seiner Verwitterung ist der Boden entstanden.
Grand Cru · Corton-Charlemagne · wilde Hefen
Der Name geht auf eine Legende zurück. 775 soll Karl der Große, König der Franken, den Kanonikern der Stiftskirche Saint-Andoche in Saulieu ein Stück Rebland am Corton geschenkt haben, und aus Dank gaben sie den Reben seinen Namen. Die Domaine Mallard sitzt in Ladoix-Serrigny, einem der drei Dörfer am Corton-Hügel, und keltert aus ihren 10 Ar Charlemagne einen Grand Cru in winziger Menge.
▸ Ein Kaisername auf zehn Ar Hang.
Karl der Große schenkt der Legende nach das Rebland am Corton.
Michel Mallard gründet die Domaine in Ladoix-Serrigny.
Frost im April, Lese ab 17. September. Du hältst den Jahrgang 2021 in der Hand.
Drei Gänge, alle als Empfehlung der Domaine Mallard.
Ein Kaiser gab dem Hang seinen Namen, der Frost von 2021 nahm ihm fast seine Ernte. Was blieb, liegt in dieser Flasche.
Zusammengetragen von den WEINHERZ Sommeliers.
| Art | Weißwein, trocken |
| Jahrgang | 2021 |
| Herkunft | Corton-Charlemagne Grand Cru AOC, Burgund, Frankreich |
| Rebsorte | Chardonnay |
| Nennfüllmenge | 0,75 l |
| Serviertemperatur | 12 °C |
| Allergene | Enthält Sulfite |
| Verantwortliches Unternehmen | Domaine Michel Mallard et Fils, 43 route de Dijon, 21550 Ladoix-Serrigny, Frankreich |
| Jugendschutz | Abgabe nur an Personen ab 18 Jahren |
| Parzelle | Le Charlemagne, Aloxe-Corton, Südwest, 10 Ar 57 |
| Boden | flachgründig, schluffig bis schluffig-tonig, aus Mergel von Pernand |
| Rebalter | 60 bis 70 Jahre |
| Ertrag | 40 bis 45 hl/ha |
| Ausbau | teils Edelstahl, teils französische Eiche, wilde Hefen, 18 Monate in 350-l-Fässern, 30 % neu |
| Lese 2021 | ab 17. September, von Hand |
| Speisen | Gänseleber, edle Krustentiere, Kalb in weißer Sauce, Blauschimmelkäse |
| Erzeuger | Domaine Michel Mallard et Fils, Ladoix-Serrigny |
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