▸ Neunundzwanzig Kilo Vogelbeeren für einen Liter, Marzipan und Bittermandel in der Nase, eine ungestüme Würze am Gaumen, und ein Brand, an dem sich die Geister scheiden.
Im Glas glasklar. Die Nase ist hochkonzentriert, Marzipan und Bittermandel stehen vorn, typisch für die Vogelbeere, dahinter ein Hauch Rauch und eine rustikale Würze. Der Duft ist vielschichtig und frisch, er verändert sich mit jeder Minute im Glas.
▸ Marzipan vorn, Rauch dahinter, und eine Würze, die nicht leise sein will.
Am Gaumen ist er intensiv und komplex. Eine ungestüme Würze trifft auf erdige Mineralik, die Fruchtsüße hält dagegen, und der feine Rauch zieht sich durch den ganzen Schluck. Kraftvoll und doch präzise, mit einem langen Abgang voller Würze. Die Vogelbeere polarisiert, der eine liebt sie, der andere kann sie nicht riechen, und wer sie liebt, findet hier ihr Musterbild.
Marzipan und Würze, ein Brand für Liebhaber.
Die Vogelbeeren wachsen an der hochstämmigen Eberesche, die in der steirischen Teichalmregion wieder verstärkt ausgepflanzt wird. Gölles erntet sie im September. Für einen Liter Brand sind 29 Kilogramm nötig, denn die Beeren haben wenig Zucker, und die Ausbeute hängt vom Zucker ab.
Wenig Zucker, viel Frucht.
Gebrannt wird in Riegersburg von Juli bis November, denn das reife Obst muss rasch verarbeitet werden. Die Maische gärt bei 17 bis 19 °C in Edelstahltanks, danach destilliert das Haus zweimal in Kupferkesseln, zuerst zum Raubrand, dann zum Feinbrand. Weiter kommt nur der Mittellauf, das Herzstück. Es ruht dann zwei Jahre im Glasballon, nimmt dort keine Farbe an und bleibt glasklar. Zucker, Aroma- oder Farbstoffe gibt Gölles keine dazu.
Edelbrand · Doppelt gebrannt · Ohne Zucker und Aromastoffe
Die Vogelbeere scheidet die Geister. Sie hat wenig Zucker, also braucht es viele Beeren, und ihr Duft nach Marzipan und Bittermandel spaltet die Gemüter. Der eine liebt sie, der andere kann sie nicht riechen. Beerenbrände wie dieser sind wegen der hohen Obstmenge seltener und teurer.
▸ Lieben oder lassen, dazwischen gibt es nichts.
97 Falstaff-Punkte für den Brennjahrgang 2020.
„Hochkonzentrierte, rauchige, typische Frucht in der Nase, am Gaumen intensiv und komplex. Dicht, klassisch, sauber und präzise eingefangen. Langer Abgang mit Potenzial.“
Sinngemäß aus dem Englischen übertragen. Falstaff bewertet einzelne Brennjahrgänge, weitere Wertungen stehen in den More Facts.
Von den WEINHERZ Sommeliers ergänzt.
Neunundzwanzig Kilo Beeren der Eberesche aus den Bergen der Steiermark für einen Liter eines Brandes, an dem sich die Geister scheiden. Für alle, die Marzipan und Rauch im selben Glas wollen.
Zusammengetragen von den WEINHERZ Sommeliers.
| Art | Edelbrand, Obstbrand aus Vogelbeeren |
| Herkunft | Riegersburg, Steiermark, Österreich |
| Zutaten | Vogelbeeren, mit Wasser auf Trinkstärke eingestellt; ohne Zucker, Aroma- und Farbstoffe |
| Alkoholgehalt | 43 % vol |
| Nennfüllmenge | 0,7 l |
| Allergene | Keine angegeben |
| Verantwortliches Unternehmen | Gölles GmbH, Stang 52, 8333 Riegersburg, Österreich |
| Jugendschutz | Abgabe nur an Personen ab 18 Jahren |
| Reifung | 2 Jahre im Glasballon |
| Obst je Liter | 29 kg Vogelbeeren |
| Erntezeit | September |
| Herstellung | Gärung bei 17 bis 19 °C im Edelstahl, doppelt gebrannt im Kupferkessel, nur der Mittellauf |
| Bewertung | 97 Falstaff (Brennjahrgang 2020, 18.10.2024), 96 Falstaff (Brennjahrgang 2021, 24.10.2025), 92 Falstaff (Brennjahrgang 2021, 14.08.2026), 91 Falstaff (Brennjahrgang 2012, 22.11.2013) |
| Hinweis | Bewertet wurden einzelne Brennjahrgänge. |
| Erzeuger | Manufaktur Gölles, Riegersburg |
Suchen Sie die Bestellung, die Sie widerrufen möchten
Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und Ihre Bestellnummer ein.
Prüfen Sie Ihren Posteingang
Wenn Ihre Angaben mit einer Bestellung übereinstimmen, erhalten Sie eine E-Mail mit einem Link, über den Sie diese betrachten und verwalten können.