▸ Die Spitzencuvée von der kargsten Lage um Göttlesbrunn, im Jahrgang 2021 voller dunkler Waldbeeren, mit straffem Tannin und langem Atem.
Im Glas ein dunkles Rubingranat mit violetten Reflexen. In der Nase dunkle, reife Waldbeeren und Cassis, dazu eine brombeerige Kräuterwürze. Mit etwas Luft kommen Edelholz, Lakritze und ein Hauch Orangenzeste dazu, alles auf einer tabakigen Note.
Am Gaumen zeigt er festen Körper mit Druck und Struktur, saftig, mit reifen Herzkirschen. Die Tannine sind straff und griffig, sie tragen den Wein, statt ihn zu bremsen. Im Abgang folgen Bitterschokolade, etwas Vanille und Nougat, der Nachhall bleibt mineralisch. Schon antrinkbar, und doch mit viel Zeit vor sich.
Dunkle Beere und Druck, dazu Tannine, die tragen.
Gefüllt im Juli 2023, Reifepotenzial bis 2035, Angabe des Weinguts.
Anteile aus dem Datenblatt des Weinguts zum Jahrgang 2021.
Die Ried Bärnreiser liegt am östlichen Abbruch der Donauschotterterrasse der Arbesthaler Hügelkette, ohne direkte Waldgrenze. Am Oberhang liegen Quarzkies und Feinschotter über feinkörnigen Ablagerungen aus Ton, Schluff und Sand. Die Böden sind sehr kalkhaltig und unter dem Schotter tiefgründig, der Karbonatgehalt steigt von 20 Prozent im Oberboden auf knapp 35 Prozent in 1,30 Metern Tiefe.
Gelesen wurde von Hand in zwei Durchgängen, Ende September bis Anfang Oktober 2021. Die Gärung lief mit natürlichen Hefen in Holzgärständern bei höchstens 28 bis 30 °C, 18 bis 25 Tage blieb der Wein auf der Maische. Den Säureabbau machte er in kleinen Fässern, ein Teil davon neu, und in 500-Liter-Fässern aus französischer Eiche. Nach einmaligem Umziehen und 18 Monaten Reifung kam er im Juli 2023 in die Flasche.
Carnuntum DAC · Erste Lage ÖTW · Natürliche Hefen
Der Name kommt vom mittelhochdeutschen Reisern. Auf dem kargen, schottrigen und heißen Boden wuchs früher nur Gestrüpp und Reisig, und Chroniken des 17. Jahrhunderts erzählen, dass in den Pernreisern die Hexen ihr Unwesen trieben. Heute steht die Lage für die Premiumcuvée des Hauses, und die Cuvée trägt den Namen der Riede, aus der sie kommt.
▸ Wo früher nur Reisig wuchs, steht heute die Spitzencuvée.
95 Falstaff-Punkte für den Jahrgang 2021, dazu Wertungen von A la Carte, Gault&Millau und Vinaria.
„Angenehme Edelholznuancen, schwarze Beerenfrucht, tabakig unterlegte Noten von Lakritze und Cassis. Saftig, reife Herzkirschen, gut integrierte, tragende Tannine, bereits antrinkbar, ein eleganter Speisenbegleiter.“
Peter Moser.
Wertung ohne veröffentlichte Notiz.
Angabe des Hauses auf der Seite des Jahrgangs 2021.
Wertung ohne veröffentlichte Notiz.
Angabe des Hauses auf der Seite des Jahrgangs 2021.
Wertung ohne veröffentlichte Notiz.
Angabe des Hauses auf der Seite des Jahrgangs 2021.
Falstaff gekürzt im Original. A la Carte, Gault&Millau und Vinaria sind Angaben des Hauses zum Jahrgang 2021.
Wild und reifer Käse als Empfehlung des Weinguts, von den WEINHERZ Sommeliers ergänzt.
Zusammengetragen von den WEINHERZ Sommeliers.
| Art | Rotwein, trocken |
| Jahrgang | 2021 |
| Herkunft | Carnuntum DAC, Ried Bärnreiser, Niederösterreich, Österreich |
| Rebsorten | 40 % Zweigelt, 30 % Blaufränkisch, 28 % Merlot, 2 % Cabernet Sauvignon |
| Alkoholgehalt | 14 % vol |
| Nennfüllmenge | 0,75 l |
| Trinkreife | bis 2035 |
| Serviertemperatur | 16 bis 18 °C |
| Allergene | Enthält Sulfite |
| Verantwortliches Unternehmen | Weingut Philipp Grassl GmbH, Am Graben 4 und 6, 2464 Göttlesbrunn, Österreich |
| Jugendschutz | Abgabe nur an Personen ab 18 Jahren |
| Lese | Von Hand in zwei Durchgängen, Ende September bis Anfang Oktober 2021 |
| Ausbau | Natürliche Hefen in Holzgärständern, 18 bis 25 Tage Maische, Säureabbau in kleinen Fässern (40 % neu und gebraucht) und 500-Liter-Fässern aus französischer Eiche, 18 Monate Reifung, gefüllt im Juli 2023 |
| Analyse | 5,8 g/l Säure, 1,5 g/l Restzucker, trocken |
| Reben | bis zu 50 Jahre alt |
| Boden | Quarzkies und Feinschotter über Ton, Schluff und Sand, sehr kalkhaltig, pH 7,1 bis 7,5 |
| Bewertung | 95 Falstaff (24.11.2023), 95 A la Carte, 18/20 Gault&Millau, 5 Sterne Vinaria, alle Jahrgang 2021; außer Falstaff Angaben des Hauses |
| Bio | Kontrollstelle AT-BIO-402 |
| Weingut | Weingut Philipp Grassl, Göttlesbrunn |
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