▸ Lagrein aus der Einzellage unter dem Habsburger Schlösschen am Kalterer See, 20 Monate im Barrique gereift, mit Preiselbeere, Kirsche und samtigem Tannin.
Im Glas ein tiefes Granatrot. Die Nase lädt dazu ein, immer wieder hineinzuriechen. Zuerst kommen rote Beeren, Preiselbeere und Johannisbeere, dann reife Kirsche. Dahinter liegen Schokolade und ein zarter Hauch Tabak, die der frischen Frucht Tiefe geben.
Am Gaumen zeigt er sich kraftvoll und doch geschmeidig. Das Tannin ist samtig weich, eine würzige Frische hält die Fülle in Bewegung. Der Abgang ist lang und mineralisch, die Beerenfrucht bleibt bis zum Schluss. Ein Lagrein mit Struktur für viele Jahre, der schon heute viel Freude macht.
Samtig und würzig, mit Beeren vorn und einem langen, mineralischen Nachhall.
Gebaut für 15 bis 18 Jahre im Keller. Schon jetzt zeigt er Frucht und Charme, das samtige Tannin trägt ihn weit.
Reinsortig, aus dem Datenblatt zum Jahrgang 2022.
Die Trauben wachsen in der Vigna Castel Ringberg über dem Kalterer See, rund 20 Hektar in einem Stück, seit etwa hundert Jahren im Besitz der Familie Walch. Eine Vigna ist eine eigene, genau abgegrenzte Herkunftsangabe. Die Hänge fallen mal sanft, mal steil ab, auf 330 bis 400 Metern. Oben liegt 30.000 Jahre alter Schotter der Etsch aus der Eiszeit, weiter unten Kalk über Moränengestein und lockerer Kalkschutt. Der See mildert das Klima, am Nachmittag bringt die Ora vom Gardasee trockene Luft.
Der Schotter oben am Hang ist 30.000 Jahre alt.
2022 begann mit einem warmen Frühjahr und früher Blüte, der Sommer blieb trocken und heiß. Die Trauben kamen kerngesund in den Keller, gelesen wurde wie immer von Hand, die ersten Ende August. Rund zehn Tage gärt der Lagrein auf der Maische, danach läuft der biologische Säureabbau im Edelstahl. Danach reift er 20 Monate in Barriques aus französischer Eiche und noch einige Monate in der Flasche. Seit 2015 arbeitet der Gärkeller mit Schwerkraft, die Trauben fahren in einem Behälter auf Schienen, dem Cuvon, zu den Tanks.
Südtirol DOC · Vigna Castel Ringberg · Barrique
1620 ließen die Habsburger über dem Kalterer See ein Renaissanceschlösschen bauen, Castel Ringberg. Nach ihm heißt die Einzellage, die das Schloss heute umgibt. Lagrein ist eine alte, autochthone Sorte Südtirols, und die Riserva aus dieser Lage zeigt sie von ihrer komplexesten Seite. Dafür sorgen bewusst kleine Erträge und eine Lage, in der drei verschiedene Böden aufeinandertreffen.
▸ Unter dem Schloss von 1620 wächst Südtirols eigene Rotweinsorte.
Die Habsburger bauen das Schlösschen Castel Ringberg über dem Kalterer See.
Der neue Gärkeller arbeitet mit Schwerkraft und schont die ganzen Beeren.
Du hältst die Riserva aus dem warmen, trockenen Jahrgang 2022 in der Hand.
Vier Wertungen für den Jahrgang 2022, von 91 bis 96 Punkten.
Eine Verkostungsnotiz liegt uns dazu nicht vor.
Wertung ohne veröffentlichte Notiz.
Angabe des Hauses.
Wertung ohne veröffentlichte Notiz.
Angabe des Hauses.
Wertung ohne veröffentlichte Notiz.
Angabe des Hauses.
Alle vier Wertungen sind Angaben des Hauses und gelten dem Jahrgang 2022. Bei Falstaff haben wir für 2022 keine Wertung gefunden, die für 2021 steht in den More Facts.
Drei Gänge, zwei nach den Empfehlungen des Hauses, einer von den WEINHERZ Sommeliers ergänzt.
Zusammengetragen von den WEINHERZ Sommeliers.
| Art | Rotwein, trocken |
| Jahrgang | 2022 |
| Herkunft | Südtirol DOC, Südtirol, Italien |
| Rebsorte | 100 % Lagrein |
| Alkoholgehalt | 13,5 % vol |
| Nennfüllmenge | 0,75 l |
| Trinkreife | 15 bis 18 Jahre, etwa bis 2040 |
| Allergene | Enthält Sulfite |
| Verantwortliches Unternehmen | Elena Walch Srl, Via Andreas Hofer 1, 39040 Tramin (Termeno), Südtirol, Italien |
| Jugendschutz | Abgabe nur an Personen ab 18 Jahren |
| Lage | Vigna Castel Ringberg, Kaltern, rund 20 ha, Südost, 330 bis 400 m |
| Boden | Dolomit am Mendelrücken, eiszeitlicher Schotter der Etsch an den Steilhängen, Kalk über Moräne und lockerer Kalkschutt in den sanfteren Zonen |
| Lese | Von Hand, erste Trauben Ende August 2022 |
| Ausbau | Rund 10 Tage Maischegärung, Säureabbau im Edelstahl, 20 Monate französische Barriques, einige Monate Flaschenreife |
| Analyse | Restzucker 3,4 g/l, Gesamtsäure 5,5 g/l |
| Serviertemperatur | 16 bis 18 °C |
| Flaschengrößen | 0,75 l und 1,5 l |
| Bewertung | 96 Luca Gardini (Le Guide de L’Espresso 2026), 95 James Suckling, 92 I Vini di Veronelli, 91 Robert Parker Wine Advocate, alle Jahrgang 2022, Angaben des Hauses |
| 92 Falstaff, Jahrgang 2021 | Verkostet am 16.10.2024. Purpurrot, Waldboden und Lakritze, am Gaumen reife Pflaume, anhaltender Abgang. Gilt dem Vorjahrgang, nicht der Flasche in Deiner Hand. |
| Weingut | Elena Walch, Tramin |
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