▸ Der Jahrgang, für den die Lese schon am 21. August begann, nach dem heißesten Sommer seit 53 Jahren, in seiner zweiten Plénitude.
Das Bukett beginnt mit der Weichheit der Lindenblüte, daraus steigt eine graue, geröstete, aschige Mineralität. Dann folgen Aprikose, Himbeere und Feige, kurz Zitronenverbene, weißer Pfeffer und Rosmarin, bevor Gewürze und Süßholzwurzel übernehmen.
▸ Ein Wein, den man am Gaumen spürt.
Am Gaumen ist er ein körperlicher, taktiler Wein. Er baut sich auf wie eine Welle und zieht sich dann in eine tiefe, dunkle Senkrechte zurück, aus der ein bitteres, würziges Jodgefühl wächst.
Taktil und tief, eine Welle, die sich aufbaut und dunkel ausläuft.
Bei 14 Grad zeigt die Plénitude 2 ihre ganze Aromatik. Kühler eingeschenkt, wärmt sie sich im Glas dorthin.
Immer eine Assemblage aus beiden Sorten. Die Anteile sind nicht veröffentlicht.
Nach einem harten, trockenen Winter brachten Fröste Anfang April große Verluste. Ab Ende Mai stiegen die Temperaturen auf außergewöhnliche Werte, es wurde der heißeste Sommer seit 53 Jahren und der trockenste seit zehn. Hitze und kleiner Ertrag beschleunigten die Reife, am 21. August begann die Lese, so früh wie seit 1822 nicht mehr.
So früh wie seit 1822 nicht mehr.
Dom Pérignon reift lange auf der Hefe und durchläuft dabei mehrere Fenster, in denen er sich neu zeigt. Die erste Plénitude kommt nach mindestens acht Jahren, die zweite nach vielen weiteren Jahren im Dunkel des Kellers. Diese Flasche steht in der zweiten.
Champagne AOC · Plénitude 2 · nur Jahrgang
2003 hat die Geschichte der Champagne verändert. Dom Pérignon hat dieses Jahr mit Mut und Intuition gedeutet und daraus einen Jahrgang gemacht, den es ohne diese Entscheidungen nicht gegeben hätte. Die Plénitude 2 ist sein zweites Leben, nach vielen weiteren Jahren auf der Hefe, mit einer frechen Frische, die man einem Hitzejahr kaum zutraut.
▸ Ein Zeuge des Klimawandels, und was für einer.
Spätfrost, große Verluste.
Heißester Sommer seit 53 Jahren.
Lesebeginn, so früh wie seit 1822 nicht.
Die zweite Plénitude in Deiner Hand.
97 Falstaff-Punkte für die Plénitude 2 aus 2003.
„Mittleres Goldgelb, sehr feines Mousseux. Karamell, kandierte Orangenzeste, getrocknete Aprikose, Blütenhonig. Saftig, elegant, kraftvoll, reife Tropenfrucht und getrocknete Birne, Honig im Nachhall. Sehr weinig, etwas opulenter, ein großer Speisenbegleiter.“
Sinngemäß aus dem Englischen übertragen.
Drei Gänge, zwei nach Dom Pérignon, einer von den WEINHERZ Sommeliers ergänzt.
Zuletzt hatte man in der Champagne 1822 so früh gelesen wie am 21. August 2003. Aus diesem Ausnahmejahr wurde eine zweite Plénitude.
Zusammengetragen von den WEINHERZ Sommeliers.
| Art | Champagner weiß, Jahrgang, Plénitude 2 |
| Jahrgang | 2003 |
| Herkunft | Champagne AOC, Frankreich |
| Rebsorten | Chardonnay, Pinot Noir |
| Nennfüllmenge | 0,75 l |
| Alkoholgehalt | 12,5 % vol |
| Serviertemperatur | 10 bis 12 °C |
| Allergene | Enthält Sulfite |
| Verantwortliches Unternehmen | MHCS, 9 avenue de Champagne, 51200 Épernay, Frankreich |
| Jugendschutz | Abgabe nur an Personen ab 18 Jahren |
| Lese | ab 21. August 2003, früheste Lese seit 1822 |
| Reifung | zweite Plénitude nach vielen weiteren Jahren auf der Hefe |
| Bewertung | 97 Falstaff (26.11.2021, Jahrgang 2003) |
| Erzeuger | Dom Pérignon, Épernay |
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