▸ Ein früher Jahrgang vom tiefen Kies des Plateaus, mit 84 Prozent Cabernet Sauvignon und einem Etikett von Peter Doig, das die Menschen hinter dem Wein zeigt.
Im Glas steht ein tiefes, dunkles Kirschrot mit granatfarbenem Schimmer. Die Nase öffnet mit reifen schwarzen Früchten, satt und ruhig. Mit Luft schiebt sich die Schwarzkirsche nach vorn, dazu Anis mit seiner kühlen Süße. Darunter liegt ein Hauch Feuerstein, der dem Bukett Spannung gibt, und ganz hinten eine dezente Zigarrenkiste aus Zedernholz. Nichts drängt sich vor, jede Schicht wartet, bis sie dran ist.
▸ Schwarzkirsche vorn, Feuerstein darunter, und ein Tannin, das sich Zeit lässt.
Am Gaumen setzt er geschmeidig und voll ein. Die Tannine sind präzise gezeichnet, fein im Korn und fest im Zug, und sie verbinden sich mit Minze und einem rauchigen Ton. Die Frucht bleibt dunkel, die Frische hält sie in Bewegung. Das Finale ist lang und gehört ganz dem Cabernet Sauvignon, kühl, nobel und mit einem Griff, der noch Jahre Zeit braucht. Wer ihn heute öffnet, dekantiert ihn großzügig und gibt ihm Zeit im großen Glas.
Voll im Antrunk, präzise im Tannin und lang im Cabernet.
Am schönsten ab 2028. In diesem Fenster wird aus dem festen Cabernet-Griff langsam Samt.
Assemblage laut Jahrgangsseite des Hauses.
Die Reben stehen auf dem Plateau von Mouton auf sehr tiefem Kies. Im Weinberg wachsen 81 Prozent Cabernet Sauvignon, 15 Prozent Merlot, 3 Prozent Cabernet Franc und 1 Prozent Petit Verdot, im Schnitt sind die Stöcke rund 44 Jahre alt.
Eine der frühesten Lesen des Hauses.
2020 begann mit einem milden Winter und einem warmen Frühjahr, die Reben trieben rund zehn Tage früher aus als im langjährigen Mittel. Nach Regen im Mai folgten Hitzewellen und Trockenheit, erst der Regen im August brachte die Trauben gleichmäßig zur Reife. Gelesen wurde vom 7. bis 24. September, eine der frühesten Lesen, die das Haus verzeichnet.
Gelesen wird von Hand in offene Körbe, danach laufen die Trauben über Rütteltische zur Sortierung. Vergoren wird überwiegend in 44 Eichenbottichen, dazu kommen 20 Edelstahltanks, der Gärkeller arbeitet mit Schwerkraft auf zwei Ebenen. Anschließend reift der Wein rund 20 Monate in neuen Eichenfässern.
Auf dem Plateau von Mouton, sehr tief und gut drainiert.
Die Reben sind im Schnitt rund 44 Jahre alt und reichen weit hinunter.
Pauillac AOC · Premier Grand Cru Classé · Handlese
Seit 1945 gestaltet auf Mouton jedes Jahr ein anderer Künstler das Etikett. Für 2020 malte Peter Doig eine Szene, die weder ganz Tag noch ganz Nacht ist, eine Hommage an alle, die in Weinberg und Keller an einem Wein arbeiten, bevor er in die Flasche kommt. Vorgestellt wurde das Etikett am 1. Dezember 2022. Der Wein darunter stammt aus einem Jahr mit einer der frühesten Lesen des Hauses.
▸ Ein Etikett für die Menschen, die den Wein machen.
Das erste Künstleretikett, das V für Victory.
Mouton wird zum Premier Cru Classé erhoben, die einzige Änderung der Klassifikation von 1855.
Peter Doig zeigt sein Etikett für den Jahrgang 2020.
Du hältst den Jahrgang 2020 in der Hand.
99 Falstaff-Punkte in der Flasche, dazu Höchstwerte schon aus dem Fass.
„Ein unglaublich finessenreicher, leichtfüßig wirkender Mouton, mineralisch und lange anhaltend. Große Zukunft, muss man unbedingt noch einige Jahre wegsperren.“
„Groß und eindrucksvoll, mit Fülle und Präzision. Voll und sehr zugänglich, reich und opulent, und dabei immer frisch.“
Bericht vom 18.06.2021, Jahrgang 2020.
Suckling sinngemäß aus dem Englischen übertragen, Falstaff im Original. Alle Wertungen gelten dem Jahrgang 2020. Die Falstaff-Fassprobe steht in den More Facts.
Drei Gänge, von den WEINHERZ Sommeliers empfohlen.
Auf dem Etikett stehen die Menschen, die im Weinberg und im Keller arbeiten, gemalt zwischen Tag und Nacht. In der Flasche steckt ihr Jahr mit einer der frühesten Lesen des Hauses. Peter Doig hat ihnen das Bild gewidmet.
Zusammengetragen von den WEINHERZ Sommeliers.
| Art | Rotwein, trocken |
| Jahrgang | 2020 |
| Herkunft | Pauillac AOC, Bordeaux, Frankreich |
| Klassifikation | Premier Grand Cru Classé |
| Rebsorten | 84 % Cabernet Sauvignon, 13 % Merlot, 2 % Cabernet Franc, 1 % Petit Verdot |
| Alkoholgehalt | 13 % vol |
| Nennfüllmenge | 0,75 l |
| Trinkreife | 2028 bis 2070 |
| Allergene | Enthält Sulfite |
| Verantwortliches Unternehmen | Baron Philippe de Rothschild SA, rue de Grassi, 33250 Pauillac, Frankreich |
| Jugendschutz | Abgabe nur an Personen ab 18 Jahren |
| Lese | 7. bis 24. September 2020, von Hand |
| Ausbau | Gärung überwiegend in Eichenbottichen, rund 20 Monate in neuen Eichenfässern |
| Weinberg | Plateau von Mouton, sehr tiefer Kies, Reben im Schnitt rund 44 Jahre |
| Etikett | Peter Doig, vorgestellt am 01.12.2022 |
| Trinkreife | 2028 bis 2070, Einschätzung von Falstaff |
| Bewertung | 99 Falstaff (22.02.2023), 97-99 Falstaff Fassprobe (28.05.2021), 99-100 James Suckling Fassprobe (18.06.2021), alle Jahrgang 2020 |
| Erzeuger | Château Mouton Rothschild, Pauillac |
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