Dubonnet | FR, Île-de-France, Paris
Erfunden, damit Soldaten ihr bitteres Chinin überhaupt hinunterbrachten.
1846 schrieb die französische Regierung einen Wettbewerb aus: Gesucht war ein Weg, den Truppen Chinin schmackhaft zu machen. Das Mittel aus der Rinde des Chinarindenbaums war im 19. Jahrhundert das wirksamste gegen Malaria — und viel zu bitter, um es pur zu trinken. Die Fremdenlegion stand in Nordafrika, wo die Krankheit umging.
Joseph Dubonnet, Pariser Chemiker und Weinhändler, setzte das Chinin in aufgespriteten Wein. Zunächst hieß das Getränk Quinquina Dubonnet. Bei den Soldaten kam es so gut an, dass sie es auch in der Heimat weitertranken. Um 1900 war Dubonnet der Aperitif der Pariser Cafés und Bistros.
Ein Medikament, das zum Aperitif wurde.
– Quinquina Dubonnet, 1846
Ein Aperitif mit Chinarinde und viel Geschichte. Bitter. Süß. Dunkel.
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