▸ Acht Flaschen Tignanello 2019 in einer Methusalem, ein Wein mit Granatapfel, Kräutern und Kaffee, gebaut auf ein Tannin, das noch viele Jahre ruhen kann.
Im Glas ein leuchtendes Rubinrot. Die Nase ist vielschichtig, reife rote Frucht, Erdbeere und Granatapfel, dazu Aprikose und Pfirsich wie in Sirup, Holunder und frisch gebackenes Brot. Dahinter Vanille, Trockenblumen, Schokolade, Muskatnuss, Kaffee, Karamell und mediterrane Kräuter, ein Hauch Pfefferminze.
▸ Granatapfel und Pfirsich vorn, Kräuter und Kaffee dahinter.
Am Gaumen ist er umhüllend, die Frucht klar und geschliffen, die Tannine seidig und vibrierend, noch jung und von hoher Qualität. Im Nachgeschmack bleiben gerösteter Kaffee und Bitterkakao.
Umhüllend und geschliffen, mit jungem Tannin, das noch Zeit will.
Vorwiegend Sangiovese, dazu ein kleiner Anteil der beiden Cabernets. Die Anteile für diesen Jahrgang nennt das Haus nicht.
Tignanello kommt ausschließlich vom gleichnamigen Weinberg der Tenuta Tignanello, 77 Hektar Reben, nach Südwesten ausgerichtet, auf 350 bis 400 Metern Seehöhe, auf kalkhaltigen Böden mit Tuffelementen. Das Gut liegt im Herzen des Chianti Classico zwischen dem Greve- und dem Pesa-Tal und umfasst 319 Hektar Land, 165 davon sind Rebfläche.
Optimales Wetter ab Ende August.
Der Winter war recht kalt und arm an Niederschlag, April und Mai kühl und regnerisch. Der Sommer war warm ohne Extreme, mit etwas mehr Regen als üblich. Ab Ende August bis in den Oktober war das Wetter optimal. Gelesen wurde ab der zweiten Septemberdekade mit dem Sangiovese, zuletzt am 16. Oktober mit dem Cabernet.
Vergoren wird in Tanks in Kegelstumpfform, die malolaktische Gärung läuft danach schon in Barriques. 14 bis 16 Monate reift der Wein in Fässern aus französischer und ungarischer Eiche, teils neu, teils in zweiter Nutzung. Vor dem Verkauf liegt er noch zwölf Monate in der Flasche.
Im Weinberg Tignanello, nach Südwesten geneigt, auf 350 bis 400 Metern.
Felsiges Kalkgestein und Mergel aus dem Pliozän, einst Meeresgrund.
Toscana IGT · Weinberg Tignanello · Barrique
Der erste Jahrgang kam 1970 noch als Chianti Classico Riserva vigneto Tignanello in die Flasche, mit 20 Prozent Canaiolo und 5 Prozent Trebbiano und Malvasia. Mit dem Jahrgang 1971 wurde daraus ein Vino da Tavola Toscana mit dem Namen Tignanello, ab 1975 blieben die weißen Trauben ganz draußen, seit 1982 ist die Zusammensetzung unverändert. Er war der erste Sangiovese, der im Barrique reifte, und der erste moderne Rotwein mit Cabernet im Verschnitt.
▸ Ein Supertuscan im Format für eine ganze Tafel.
Erster Jahrgang, noch als Chianti Classico Riserva vigneto Tignanello.
Vino da Tavola Toscana, der Name Tignanello steht auf dem Etikett.
Die Zusammensetzung steht seither fest.
In der Methusalem. Du hältst den Jahrgang 2019 in der Hand.
Drei Fachbewertungen für den Jahrgang 2019, alle mit 96 Punkten.
„Leuchtendes, herzhaftes Rubinrot. Frisch gebackenes Brot, saftige Kirschen, Waldfrüchte, ein Hauch Holunder und feine Pfefferminze. Klare, geschliffene Frucht, noch junges, hochwertiges Tannin. Er kann lange ruhen.“
Wertung ohne veröffentlichte Notiz.
Angabe des Hauses auf der Jahrgangsseite, ohne Datum.
Wertung ohne veröffentlichte Notiz.
Angabe des Hauses auf der Jahrgangsseite, ohne Datum.
Falstaff sinngemäß zusammengefasst. Alle Wertungen gelten dem Jahrgang 2019. Wine Advocate und Wine Spectator stehen auf der Jahrgangsseite des Hauses.
Drei Gänge, von den WEINHERZ Sommeliers ergänzt.
Sechs Liter Tignanello, gelesen im Herbst 2019 auf dem Weinberg, der 1971 die Regeln des Chianti brach. Eine Flasche, um die sich ein ganzes Fest dreht.
Zusammengetragen von den WEINHERZ Sommeliers.
| Art | Rotwein, trocken |
| Jahrgang | 2019 |
| Herkunft | Toscana IGT, Toskana, Italien |
| Rebsorten | Sangiovese, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc |
| Nennfüllmenge | Methusalem 6 l |
| Allergene | Enthält Sulfite |
| Verantwortliches Unternehmen | Marchesi Antinori S.p.A., Piazza Antinori 3, 50123 Firenze, Italien |
| Jugendschutz | Abgabe nur an Personen ab 18 Jahren |
| Weinberg | Tignanello, 77 ha, Südwest, 350 bis 400 m, kalkhaltig mit Tuff |
| Lese 2019 | Gelesen wurde ab der zweiten Septemberdekade mit dem Sangiovese, zuletzt am 16. Oktober mit dem Cabernet. |
| Ausbau | Gärung in Kegelstumpftanks, malolaktische Gärung in Barriques, 14 bis 16 Monate französische und ungarische Eiche, teils neu, teils zweite Nutzung, danach 12 Monate Flasche |
| Bewertung | 96 Falstaff (10.02.2023, Jahrgang 2019); Angaben des Hauses: 96 Wine Advocate, 96 Wine Spectator, beide Jahrgang 2019 |
| Erzeuger | Antinori, Tenuta Tignanello |
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