▸ Chiles erster Ikonenwein im Jahrgang 2022, gewachsen mit einem Drittel des üblichen Regens und trotzdem voller Pflaume, Heidelbeere und Lavendel.
Im Glas leuchtet ein helles Kirschrot mit violetten Nuancen, tief in der Farbe. Die Nase ist parfümiert und vielschichtig. Zuerst kommt frische Frucht, Pflaume und Heidelbeere, dann Lavendel, der dem Bukett etwas Blumiges gibt. Mit Luft entfalten sich zarte, süße Gewürze, Zedernholz und ein Hauch Graphit. Nichts drängt sich vor, jede Note steht für sich und doch im Verbund.
▸ Pflaume und Lavendel vorn, Zeder und Graphit dahinter, und darüber eine Säure, die alles wach hält.
Am Gaumen hält er eine schöne Balance zwischen Spannung und Fülle. Die rote Frucht ist frisch, die Tannine sind reif und elegant, die Säure lebendig. Er ist konzentriert, ohne schwer zu werden, und füllt den Mund ganz aus. Der Nachhall bleibt lange, Frucht und Gewürz klingen gemeinsam aus. Ein Wein, der Spannung und Fülle in einem Glas vereint.
Gespannt und füllig zugleich, mit reifen Tanninen und langem Nachhall.
Anteile aus dem technischen Datenblatt 2022 des Hauses.
Für den Weinberg suchten die Gründer vier Jahre lang das Aconcagua-Tal von Ost nach West ab, prüften Hunderte Bodenprofile und Temperaturen. Gefunden haben sie ein Stück Land in Ocoa, in der Mitte des Tals, 40 Kilometer vom Pazifik entfernt. 1998 wurden dort 42 Hektar Hang mit Bordeaux-Sorten und Carmenère bepflanzt. Der Weinberg liegt in einer Schlucht zwischen zwei steilen Bergen, umgeben von Naturwald. Die Küstenkordillere schirmt ihn vor den kalten Seewinden ab, das Klima bleibt trotzdem kühl.
Ein Drittel des üblichen Regens.
2022 war ein trockenes Jahr. Es fielen nur 75 Millimeter Regen, 65 Prozent weniger als im langjährigen Mittel von 219 Millimetern. Tief wurzelnde alte Reben, eine gute Bewässerung und die biodynamische Arbeit brachten die Reben sanft durch die Saison. Der Austrieb kam etwas früher, danach reiften die Trauben gleichmäßig. Die Trauben waren kleiner, der Ertrag etwas geringer, Säure und Farbe blieben gut erhalten.
Gelesen wurde zu den gewohnten Zeiten, Malbec ab Mitte März, Petit Verdot Ende März, Cabernet Sauvignon in der letzten Märzwoche und Anfang April, zuletzt Carmenère in der zweiten Aprilhälfte. Danach reifte der Wein 18 Monate, zu 85 Prozent in Barriques aus französischer Eiche und zu 15 Prozent in großen Foudres.
Gut drainierte Kies- und Steinböden mit lehmiger bis tonig-lehmiger Textur, vom Hang herabgerutscht.
Vulkanisches Gestein der unteren Kreidezeit in den oberen Terrassen.
Valle de Aconcagua · Biodynamisch · Französische Eiche
Seña entstand 1995 als gemeinsames Vorhaben von Eduardo Chadwick und Robert Mondavi. Sie wollten einen Wein, der zeigt, was Chile kann, und der eines Tages neben den Premiers Crus aus Bordeaux bestehen sollte. Gebaut im Bordeaux-Stil, aber mit chilenischer Seele durch den Carmenère, angebaut nach biodynamischen Grundsätzen. Der Name heißt auf Deutsch Zeichen.
▸ Ein Zeichen, gesetzt im Aconcagua-Tal.
Erster Jahrgang, das Joint Venture von Chadwick und Mondavi.
Der eigene Hangweinberg in Ocoa wird gepflanzt.
Du hältst den Jahrgang 2022 in der Hand, gewachsen mit 75 Millimetern Regen.
Für 2022 Platz 8 der Top 100 Wines of Chile 2024 bei James Suckling. Den Vorjahrgang 2021 bewertete Falstaff mit 98 Punkten.
„Dunkles Rubin, Tabak und Eichenwürze, zarte Lakritze, Brombeere, Wiesenkräuter. Straff und elegant, rote Kirsche, angenehme Säure, salzig-mineralischer Abgang. Aus einem Guss und lang.“
Sinngemäß aus dem Englischen übertragen. Die 98 Punkte gelten dem Jahrgang 2021, nicht der Flasche in Deiner Hand.
Drei Gänge, von den WEINHERZ Sommeliers ergänzt.
1995 wollten zwei Männer der Welt ein Zeichen geben, dass Chile Weine von Weltrang macht. Der Jahrgang 2022 wuchs mit einem Drittel des üblichen Regens. Und hält das Zeichen trotzdem hoch.
Zusammengetragen von den WEINHERZ Sommeliers.
| Art | Rotwein, trocken |
| Jahrgang | 2022 |
| Herkunft | Valle de Aconcagua, Chile |
| Rebsorten | 60 % Cabernet Sauvignon, 25 % Malbec, 9 % Carmenère, 6 % Petit Verdot |
| Alkoholgehalt | 13,5 % vol |
| Nennfüllmenge | 0,75 l |
| Allergene | Enthält Sulfite |
| Verantwortliches Unternehmen | Seña, Av. Nueva Tajamar 481, Oficina 503, Torre Sur, Santiago, Chile |
| Jugendschutz | Abgabe nur an Personen ab 18 Jahren |
| Weinberg | Ocoa, Aconcagua-Tal, 40 km vom Pazifik, 42 ha Hang, gepflanzt 1998 |
| Böden | Vulkanisch und kolluvial: Andesit und Brekzien oben, Hangschutt in der Mitte, Schwemmland des Rabuco unten |
| Ausbau | 18 Monate, 85 % Barriques aus französischer Eiche, 15 % Foudres |
| Lese 2022 | Malbec ab Mitte März, Petit Verdot Ende März, Cabernet Sauvignon Ende März bis Anfang April, Carmenère zweite Aprilhälfte |
| Jahrgang 2022 | 75 mm Regen statt 219 mm im Mittel |
| Bewirtschaftung | Biodynamisch |
| Bewertung | Platz 8 der Top 100 Wines of Chile 2024, James Suckling (Jahrgang 2022); 98 Falstaff (01.01.2024) für den Jahrgang 2021 |
| Weingut | Seña, Aconcagua |
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