▸ Der Premier Cru, den ein Royalist der Republik nicht zur Einstufung vorlegte, aus einem großen Jahrgang und mit über zwanzig Jahren Flaschenreife.
Im Glas zeigt er die Frucht, die diesen Clos ausmacht. Cassis und kleine schwarze Früchte stehen vorn, dicht und klar gezeichnet. Nach mehr als zwanzig Jahren in der Flasche hat sich das Bukett geöffnet, gib ihm trotzdem Zeit im großen Glas, damit es sich Schicht für Schicht zeigt.
▸ Cassis vorn, ein festes Tannin dahinter, und beides in Balance.
Am Gaumen ist er kraftvoll und intensiv. Das Tannin ist kräftig und zugleich gut eingebunden, es trägt die dunkle Frucht, statt sie zu bremsen. Alles bleibt harmonisch, die Dichte kippt nie ins Schwere, und der Wein zieht lange nach.
Dicht und harmonisch, mit kräftigem Tannin, das die Frucht trägt.
Das Haus gibt dem Clos Saint-Jacques in großen Jahrgängen 25 bis 35 Jahre. Die beste Zeit dieses 2002ers beginnt gerade erst.
Das Haus arbeitet ausschließlich mit Pinot Noir.
Der Clos Saint-Jacques ist in senkrechte Streifen geteilt, fünf Häuser teilen sich die 6,70 Hektar. Rousseau besitzt ein Drittel davon. Der Hang schaut nach Südosten und bekommt viel Sonne, die nahe Combe Lavaux schickt kühle Luft herunter und hält die Trauben frisch.
Ein Drittel des Clos gehört Rousseau.
Vergoren wird in offenen Edelstahlbottichen, 18 bis 20 Tage auf der Maische, mit Umpumpen und Unterstoßen und höchstens 31 bis 34 °C. Junge und alte Reben kommen zusammen in den Wein. Nach der sanften Pressung läuft der Most per Schwerkraft in den Keller, dort läuft der Säureabbau im Fass. Der Clos Saint-Jacques reift 18 Monate, zu 70 bis 80 Prozent in neuen Fässern aus Allier-Eiche, mit zwei Abstichen. Gefüllt wird meist im April, nach einer leichten Filtration.
Oben im Clos, flach und tonig. Das Wasser läuft über den Mergel hangab, der Mergel gibt dem Wein Fülle.
In der Mitte liegen rund 60 cm Erde über dem Kalk, unten liegt Prémeaux-Kalk mit vielen Steinen.
Gevrey-Chambertin 1er Cru · Clos Saint-Jacques · Pinot Noir
Bis 1954 gehörte der ganze Clos dem Comte de Moucheron. Der überzeugte Royalist wollte seinen Wein keiner republikanischen Einstufung vorlegen, und so blieb der Clos Saint-Jacques bei der Ordnung der Grands Crus außen vor. Er ist Premier Cru und gilt doch stillschweigend als Grand Cru. Armand Rousseau kaufte seinen Anteil im Namen seines Sohnes Charles, der 1945 ins Haus kam.
▸ Ein Grand Cru, den nur die Politik zum Premier Cru gemacht hat.
Der Clos ist Monopol des Comte de Moucheron.
Rousseau erwirbt ein Drittel im Namen von Charles Rousseau.
Ein Jahrgang der höchsten Klasse des Hauses. Du hältst den 2002er in der Hand.
Drei Gänge, von den WEINHERZ Sommeliers ergänzt.
Ein Graf verweigerte der Republik die Einstufung, und so trägt dieser Clos bis heute nur den Titel Premier Cru. Im Glas zählt der Titel nicht.
Zusammengetragen von den WEINHERZ Sommeliers.
| Art | Rotwein, trocken |
| Jahrgang | 2002 |
| Herkunft | Gevrey-Chambertin 1er Cru AOC, Clos Saint-Jacques, Burgund, Frankreich |
| Rebsorte | Pinot Noir |
| Alkoholgehalt | 13 % vol |
| Nennfüllmenge | 0,75 l |
| Trinkreife | 2027 bis 2037 |
| Allergene | Enthält Sulfite |
| Verantwortliches Unternehmen | Domaine Armand Rousseau, 1 Rue de l'Aumônerie, 21220 Gevrey-Chambertin, Frankreich |
| Jugendschutz | Abgabe nur an Personen ab 18 Jahren |
| Lage | Clos Saint-Jacques, Südost, 2,21 von 6,70 ha, Mergel über Crinoidenkalk und Prémeaux-Kalk |
| Vinifikation | Offene Edelstahlbottiche, 18 bis 20 Tage auf der Maische, höchstens 31 bis 34 °C, Säureabbau im Fass |
| Ausbau | 18 Monate, 70 bis 80 % neue Fässer aus Allier-Eiche, zwei Abstiche, Füllung per Schwerkraft |
| Trinkreife | Das Haus gibt dem Clos Saint-Jacques in Jahrgängen der höchsten Klasse 25 bis 35 Jahre |
| Jahrgang 2002 | Höchste Jahrgangsklasse des Hauses, sehr lange lagerfähig |
| Weingut | Domaine Armand Rousseau, Gevrey-Chambertin |
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