Montenegro | IT, Emilia-Romagna, Bologna
Sein Vater wollte einen Priester aus ihm machen — er heuerte auf einem Frachter an.
Stanislao Cobianchi, geboren 1862, interessierte sich für Alchemie. Gegen den Wunsch seines Vaters, Priester zu werden, ging er auf einem Frachtschiff auf Fahrt. Unterwegs sammelte er Früchte, Blüten, Samen und Rinden — 1885 brachte er daraus in Bologna seinen eigenen Auszug heraus.
Zunächst hieß er Elisir Lungavita, Lebenselixier. 1896 benannte Cobianchi ihn in Amaro Montenegro um — nach Prinzessin Elena von Montenegro, die den italienischen Kronprinzen Viktor Emanuel heiratete. In der Rezeptur stecken 40 Kräuter und Pflanzen von vier Kontinenten, darunter Koriandersamen, Beifuß, Oregano, Majoran und Orange. Sie ist seit 1885 nahezu unverändert.
Aus dem Lebenselixier wurde eine Hommage an eine Prinzessin.
– 1896
Ein Amaro, der eher blumig als bitter ist. Blumig. Süßlich. Würzig.
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