Manguin | FR, Provence, Avignon
Die Birne wächst in der Flasche heran — hunderte Male, Jahr für Jahr.
In den 1940er-Jahren pflanzte Claude Manguin, Agrarwissenschaftler und Sohn des Malers Henri Manguin, auf der Île de la Barthelasse mitten in der Rhône vor den Mauern von Avignon mehrere Dutzend Hektar Birnbäume und später Pfirsiche. Seine Früchte gingen an die besten Feinkosthäuser, darunter Fauchon. 1957 kamen Charentais-Brennblasen dazu.
Berühmt wurde ein Kunstgriff: die gefangene Birne. Hunderte junge Williams-Birnen werden einzeln in Flaschen, Karaffen und Magnums gesteckt, am Hals befestigt, damit kein Regen eindringt — und wachsen darin heran. 1990 gab die Familie den Betrieb ab, 2011 übernahmen Emmanuel und Béatrice Hanquiez. Das Haus trägt den Titel Entreprise du Patrimoine Vivant.
Die Flasche wird über die Blüte gestülpt, nicht über die reife Frucht.
– zur gefangenen Birne
Obstbrand von einer Insel mitten in der Rhône. Klar. Fruchtig. Duftig.
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