▸ Ein Drittes Gewächs, das seit Jahrzehnten wie ein Erstes gehandelt wird.
Tiefdunkles Rubingranat mit violetten Reflexen.
In der Nase dunkle Beeren, Lavendel und ein Hauch verbrannte Orangenschale, dazu Edelholzwürze und reife Herzkirschen. Am Gaumen dicht, formidabel, mit einer Textur, die an Schokolade erinnert, und straffen, aber feinkörnigen Tanninen, dabei weicher und zugänglicher als die meisten Nachbarn in Margaux, ohne an Kraft zu verlieren.
Formidabel und dicht, und trotzdem so sauber und hell im Abgang, dass man ihn heute schon trinken möchte.
Kellertemperatur, nicht Zimmertemperatur. Zu warm serviert wirkt der Alkohol vorlaut, die Tannine hart. Dekantieren empfohlen.
In diesem Fenster verwandeln sich die heute noch spürbaren Tannine langsam in Samt.
Seit 2004 leitet Thomas Duroux die Weinbereitung, seit 2014 arbeitet das ganze Weingut biodynamisch, mit eigener Tierhaltung, Gemüseanbau und Agroforstwirtschaft rund um die Reben. Was Palmer bis heute von den Nachbarn in Margaux unterscheidet, ist der für die Appellation ungewöhnlich hohe Merlot-Anteil, er macht den Wein zugänglicher, ohne der Struktur etwas zu nehmen. Die Trauben werden sortenrein ausgebaut, bevor der finale Verschnitt entsteht.
20 bis 22 Monate im Barrique.
Die Ernte 2015 begann in den jüngsten Parzellen am 15. September, richtig los ging es am 22. September, bei nahezu idealem Wetter. Der Merlot kam prachtvoll und reif in den Keller, Cabernet Sauvignon und Petit Verdot folgten ebenso vielversprechend.
Troisième Cru Classé 1855 · Margaux AOC · Biodynamie Demeter
Zwei Kritiker vergaben für diesen Jahrgang unabhängig voneinander die Höchstpunktzahl, das gelingt selbst diesem Château nicht in jedem Jahr. Bei der Klassifikation von 1855 hatte es dagegen nur für Rang drei gereicht.
▸ Ein Château, das die eigene Klassifikation seit Jahrzehnten Lügen straft.
Klassifikation als Troisième Cru, offiziell drittklassig, im Ansehen längst darüber.
Vier Bordeaux-Familien übernehmen das Gut gemeinsam und halten es bis heute.
Zweifach 100-Punkte-Jahrgang. Du hältst einen der höchstbewerteten Palmer-Jahrgänge in der Hand.
Auf einer Croupe (Kiesterrasse) aus Quarz, Quarzit, Chalcedon und Lydit.
Tertiärzeitliches Meeresgestein mit Austern- und Korallenresten.
Punkte, wie sie ein Château nur in seinen seltensten Jahrgängen bekommt, von sieben unabhängigen Stimmen gleichzeitig vergeben.
„Ich bin atemlos vor den Aromen dunkler Beeren, Lavendel und verbrannter Orangenschale. Formidabel und dicht, dabei so sauber und hell, dass man ihn heute trinken möchte, aber die Struktur trägt ihn auch über Jahrzehnte."
„Eines der Juwelen von Margaux, mit einem betörenden Bukett aus Cassis, karamellisierten Kirschen, Kohle und Graphit. Vollmundig, reif, unglaublich fein poliert."
„Ein wunderbares Bukett mit Schichten aus dunkler Kirsche, Boysenbeere und einem Hauch dunkler Schokolade. Ein deutlich strukturierterer, maskulinerer Palmer durch den etwas höheren Cabernet-Anteil, elegant und mühelos im Abgang."
Sinngemäß aus dem Englischen übertragen.
Drei Gänge, von den WEINHERZ Sommeliers empfohlen.
Zusammengetragen von den WEINHERZ Sommeliers.
| Jahrgang | 2015 |
| Rebsorte | 50 % Cabernet Sauvignon, 44 % Merlot, 6 % Petit Verdot |
| Herkunft | Margaux AOC, Bordeaux, Frankreich |
| Geschmack | Trocken, kraftvolle Tanninstruktur |
| Alkoholgehalt | ca. 14 % vol |
| Nennfüllmenge | 0,75 l |
| Trinkreife | 2023 bis 2043 |
| Serviertemperatur | 16 bis 18 °C, dekantieren empfohlen |
| Allergene | Enthält Sulfite |
| Abfüller und verantwortlicher Lebensmittelunternehmer | Château Palmer, 33460 Cantenac-Margaux, Frankreich |
| Jugendschutz | Abgabe nur an Personen ab 18 Jahren |
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